Ehefrau nach Höhlenerkundung in psychiatrischer Behandlung




Sie wollten sich lediglich ein paar erholsame Urlaubstage in Österreich gönnen und da sie als Hobby-Archäologen auch begeisterte Höhlenforscher sind, wählten sie als Ziel eines der größten Höhlensysteme Österreichs aus, die Dachstein- Mammuthöhle im Salzkammergut. Unglaublich ,was dann passierte.


Hannelore  und Wolfram S. (Name geändert) aus Tuttlingen hatten sich richtig auf die kleine Auszeit gefreut. Anstatt sich aber zu erholen, erlebten sie den reinsten Horror. Aber der Reihe nach: Nach ihrer Ankunft am Zielort schlossen sie sich sogleich einer illustren Gruppe von ca. 11 Personen an, die dann am nächsten morgen gemeinsam zu einer Höhlenexkursion aufbrechen wollten. Gut ausstaffiert mit den nötigen Utensilien gingen sie dann am anderen Tag früh los und hatten auch bald ein erkundungwürdiges Terrain erreicht.

Die geschlossene Gruppe kletterte anschließend durch einen glitschigen, erfolgversprechenden Felseingang in eine der Höhlen, folgte dann einem steinigen Weg, der sie unter Zuhilfenahme ihrer Taschenlampen zu einer riesigen Höhle führte. Wie Frau S. unter beipflichtendem Nicken ihres Mannes dann weiter berichtete, hätten sie sich leichtsinnigerweise dort von der Gruppe getrennt und wären in einer unangenehm riechenden Nebenhöhle gelandet. Sie hätten sich aber zu dem Zeitpunkt keine weiteren Sorgen gemacht, da am Ende des Ganges Licht auszumachen gewesen sei und man sogar ein Stück Himmel habe sehen können. Sie seien dann schnell weitergegangen, auch weil der Gestank zwischenzeitig beängstigend zugenommen hätte.

Das Ende des Ganges hätte sich tatsächlich als felsiger Ausstieg erwiesen. Kaum begonnen rauszuklettern, seien sie vor einem starken Luftzug und einem merkwürdig schwirrenden Geräusch erschrocken zurückgewichen. Ein riesiger Vogel (Frau S. meinte ein Geier, während Herr S. einen Adler erkannt zu haben glaubte), sei bedrohlich auf sie zugeflogen. Ängstlich hätten sie sich zurückgezogen und überlegt was zu machen sei. Die Batterien der Taschenlampe hätten inzwischen ihren Geist aufgegeben und so wäre ein Rückzug in das düstere Höhlenlabyrinth unmöglich gewesen.

Wolfram S. habe als ehemaliger Tierpfleger schließlich die Nerven behalten und versucht, mit seinem Smartphon eine Verbindung herzustellen. Das klappte leider nicht, der Akku allerdings reichte aus, um ein paar Bilder von dem gerade wieder heranschwirrenden Vogel zu machen. Mittlerweile wären einige Stunden vergangen gewesen und die Eheleute, die immer wieder versuchten, aus der Höhle herauszukommen, wurden gleich beim ersten Versuch erneut von dem Vogel angegriffen. 

Die Nacht war inzwischen angebrochen und die Situation sei immer brenzliger geworden, außerdem habe der Gestank ständig zugenommen. Wolfram S. habe sich dann in der Nacht ein Herz gefasst und sei, ohne etwas zu sehen in  Richtung Gestank gekrochen. Dort hätten seine tastenden Hände Tierkadaver erfühlt. Plötzlich sei ihm ein Licht aufgegangen und er habe mit bloßen Händen die stinkenden Kadaver ergriffen und dann mit kräftigem Schwung aus der Höhle nach draußen befördert. Nachdem er erneut versucht habe, die Höhle zu verlassen, und das auch mit Erfolg hätte tun können, hätte er festgestellt, dass der Riesenvogel verschwunden gewesen sei. Bei inzwischen angebrochener Morgendämmerung habe er plötzlich eine Verbindung aufbauen und telefonisch Hilfe herbei holen können.

Ach ja. Frau S. hatte von all dem nichts mitbekommen, sie war vor Erschöpfung in der Höhle eingeschlafen. Dem herbeieilendem Rettungpersonal erklärte sie nur mit verwirrter Stimme, dass die Antiraucherkampagne an allem Schuld wäre. Da sie Ihrem Mann zur Silberhochzeit ein goldenes Feuerzeug geschenkt habe, der aber anschließend das Rauchen aufgegeben hätte, weswegen sie die letzten Stunden in grauenvoller Finsternis in der Höhle hätte verbringen müssen. Dabei schnippte sie während des Sprechens permanent mit den Fingern, so als wolle sie ein Feuerzeug anzünden. Auf dem Weg zum Krankenhaus teilte Herr S. dem sie begleiteten Notarzt störrisch mit, dass er deswegen nicht wieder Rauchen wolle.







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