Steven R. Barclay besiegt den Deep Rock Mountain

Antarktis (däp) Darauf hat die Welt lange gewartet. Dem weltbekannte Unterwasserbergsteiger Steven R. Barclay ist nach 73 vergeblichen Versuchen endlich die Besteigung des Deep Rock Mountain gelungen. Nach diesem phantastischen Weltrekord erbat sich der bescheidene Extremsportler lediglich ein Glas Wasser, um seinen Durst zu löschen.


Die Süd-Sandwich-Rinne im Antarktischen Ozean mit einer Tiefe von ca. 7235 Meter war bisher fast völlig unerforscht. Auf einer kleinen Anhöhe in dieser Rinne hat sich eine riesige Felsformation gebildet, schließlich einen Meter unter der Meeresoberfäche endend. Dieses bis dahin völlig unbekannte Bergmassiv entdeckte Barclay im letzten Sommerurlaub bei einem seiner Tauchgänge. Damals beschloss er, diesen Berg irgendwann besteigen zu wollen.


Nachdem er einen Sponsor gefunden hatte, begann er seine Ausrüstung mit dessen Hilfe zu vervollkommnen. Auf seinen geliebten Tiroler Hut hat er auf Anraten seiner Freunde schließlich schweren Herzens verzichtet. Das größte Problem hätte er aber nicht darin gesehen den Berg zu besteigen, sondern erst einmal an den Fuß des Berges zu gelangen. 


Als er dann ungeduldig mit wasserdichtem Rucksack, Eispickel, Schwimmanzug, Schwimmflossen und Sauerstofflaschen ins Meer abtauchen wollte, sei ihm in letzter Sekunde eingefallen, dass die Bergsteigerschuhe fehlten. Also sei er wieder aus dem Wasser entstiegen. Seine Freunde hätten glücklicherweise mitgedacht und seien heftig gestikulierend mit festem Schuhwerk angerannt gekommen. Nachdem er sich die Schuhe, die beim letzten Vergleichstest als Sieger hervorgegangen waren, an seinen Taucheranzug angekettet hatte, hätte er endlich abtauchen können.


Nach der Besteigung machte der zufällig anwesende Hubert K. erst einmal ein Erinnerungsfoto (siehe weiter oben). Anschließend berichtete Barclay noch ganz außer Atem, dass die Überwindung der ersten Meter relativ einfach gewesen wäre, aber je näher er dem Fuß des Berges gekommen sei, umso stärker habe überraschenderweise der Wasserdruck zugenommen. Dann habe er sich ganz auf schöne Gedanken konzentriert und die Zeit und der Druck seien wie im Fluge vergangen. Endlich unten in der Rinne angekommen, habe der vermeintlich schwierige Part begonnen - der Aufstieg! Das Erklimmen des Berges sei ihm allerdings leichter gefallen als das Hinunterklettern.


In weniger als einer Woche hätte er sicherlich die ganzen Strapazen überwunden, und er freue sich sehr auf die Besteigung des Mauna Kea. Der wäre zwar sogar 9000 m hoch, aber nur 4795 m unter dem Meeresspiegel. An dessen Fuß käme er schneller, keuchte Barclay voller Vorfreude.
Steven R. Barclay auf dem Gipfel des Berges stehend











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