Ex-Kanzleramtschef Pofalla wurde von Merkel in den Bahnvorstand berufen

© Frank Bergmann
Deutschland, Berlin. (däp)Jetzt wird erst ersichtlich warum Angela Merkel ihrem langjährigen Vertrauten Ronald Pofalla in der Koalition keinen Posten angeboten hat: Der CDU-Politiker soll Vorstand bei der Deutschen Bahn werden und Lobbyarbeit betreiben.


Gerne erinnern wir uns an den forschen Politiker Pofalla, der 2013 die NSA-Affäre in einer beispielgebenden heroischen Aktion kurzerhand für beendet erklärt hat. Wahrlich ein Mann der Tat, dem anscheinend nur der Durchblick fehlte. Frau Merkel mit ihrer pragmatischen Grundeinstellung hat sich offensichtlich lange genug auf ihren vielen Bahnreisen mit Verspätungen und verpassten Anschlussmöglichkeiten  herumschlagen müssen und will dem nun endgültig ein Ende setzen.

Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im kommenden März soll Ronald Profalla auf einen, extra für ihn geschaffenen Abteilungsposten, gehievt werden, welcher ausschließlich die Kontakte zwischen der Bundeskanzlerin Merkel und der Deutschen Bahn intensivieren soll. Anschließend  wird er wohl wieder einiges für beendet erklären wollen: die Unpünktlichkeit der Bahn, zum Beispiel.

Das schönste  wird aber für Ronald Pofalla sein, dass er offensichtlich nicht mehr auf die Pfeife seiner bisherigen Chefin Angela Merkel im Kanzleramt hören muss. Er kann sich endlich seine geliebte Schaffnermütze aus Kindertagen aufsetzen und selbst pfeifen so viel wie er will. 








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