Nationalparks in Simbabwe haben einen zu geringen Tierbestand

Afrika, Simbabwe (däp) Die Nationalparks in Simbabwe sind wegen ihrer Schönheit eine Berühmtheit für sich. Rund 10% des Landes sind mittlerweile als solche ausgewiesen, und es werden immer mehr.

Der Reise-und Tierfotograf Karl-Erich Westphalen - übrigens ein ehemaliger Schüler von Hubert K. - wurde im Oktober 2013 von dem Präsidenten Robert Mugabe zu einer dreiwöchigen Safari eingeladen. Westphalen hatte vor Jahren  mit seiner ersten Frau einen Urlaub in Simbabwe verbracht und bei der Gelegenheit bemerkenswerte Aufnahmen (Mugabe vorne, die Viktoriafälle im Hintergrund) gemacht, welche anschließend durch die ganze Welt gingen und heute im Museum of Modern Art in New York hängen.

Dieses Mal sollte es in den größten Nationalpark des Landes gehen, nach dem Hwanga-Nationalpark nämlich. Hier angekommen, schoss er herrliche, ausdrucksstarke Bilder und hatte alsbald seine 64 GB Speicherkarte voll. Abends, zurück im Hotel, unterhielt er sich beim Essen angeregt mit dem Leiter der Safari und erfuhr nun Erstaunliches. Durch die Vermehrung der Parks sei man leider an Grenzen gestoßen: die Tiere wären ausgegangen. 

Da sie aber auf den Tourismus angewiesen seien, hätten sie händeringend nach Lösungen gesucht. Präsident Mugabe, der eine Männerfreundschaft mit Gerd Schröder pflegte, hatte angeregt, mit diesem klären zu wollen, ob sich nicht eventuell, leihweise, für eine begrenzte Zeit Tiere aus deutschen Zoos nach Simbabwe verbringen ließen. Das hätte sich aber zerschlagen, da Zoos Ländersache wären und er (Schröder) leider gar nichts hätte machen können.

Sie hätten eine andere pragmatische Lösung gefunden. Darüber wolle der Safari-Leiter am nächsten Tag Auskunft geben, weil es inzwischen spät geworden sei und sie am nächsten morgen früh raus müssten. Fotograf Westphalen hatte sich denn mit dieser Auskunft auch zufrieden gegeben. In seinem Zimmer angekommen, schaute er sich die Bilder vom Tage erstmals in der Vergrößerung an und sah: in einem Ohr aller fotografierten Raubtiere steckte, deutlich erkennbar - ein Knopf!

Altbundeskanzler Schröder nämlich hatte seinen Duzfreund von Steiff angerufen, und der war höchst erfreut über den zusätzlichen Umsatz. Die Touristen auf den Foto-Safaris haben übrigens bis heute nichts gemerkt.







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