Rätsel um das sagenumwobene Atlantis ist gelöst II. Teil

Marokko, Rabat/Kenitra. Das knirschende Geräusch worüber  im I. Teil berichtet wurde, rührte von einer Kollision des Bootes mit einem - mitten auf dem Meer aus dem Wasser aufragenden, künstlich behauenen - Granitstein.

Dieser war auf den ersten Blick gar nicht als solcher zu erkennen gewesen. Erst als der Fotograf Peter Schneider - in der Fotoszene bekannt für seinen scharfen Blick -  den Grund für die Karambolage näher in Augenschein nahm, wurde ihm schlagartig bewusst, dass er einer Sensation auf der Spur war. Nachdem er die  Kollegen über seine Eindrücke informiert hatte, ging man gemeinsam daran, das Terrain genauer zu erkunden. Um das Gestein herum waren weitere kunstvoll bearbeitete Blöcke mit zauberhaften Reliefs zu erkennen - der obere Teil befand sich lediglich ca. 10 cm unter dem Meeresspiegel und war mit der bloßen Hand zu erfassen.

Sie vergrößerten nun den Radius und fuhren einen riesigen Bogen um die Fundstelle herum und entdeckten weitere Formationen im Meer. Eine Akropolis war zu erkennen. Etwas weiter davon entfernt stand der Poseidontempel, direkt daneben erhob sich sogar majestätisch die Statue des Meeresgottes. Alles war tatsächlich so, wie Platon es beschrieben hatte. Selbst der Hafen - nebst Hafeneinfahrt dieser einst reichen Seemacht- war von oben zu erkennen. Michael Möhringer, der Jüngste der Reisefotografen, bemerkte dann noch die fast vollständig erhaltene Stadtmauer und war vor Freude ganz aus dem Häuschen.

Selbst das ungeübte Auge eines Laien erkennt auf dem  Bild ( hier am Beginn des II. Teils) das sagenumwobene Atlantis (aufgenommen am Tage der Entdeckung). Obwohl im Laufe der Jahrtausende durch das salzige Meerwasser stark abgerieben sieht man deutlich die breiten, ehemals baumbegrenzten Alleen. Die seinerzeit zur Muße anregenden weitläufigen Parkanlagen geben noch heute Zeugnis einer Kultur, die ihresgleichen sucht. Wer möchte da nicht in der Antike gelebt haben. Klassische Bauten für die breite Bevölkerung sind ebenso zu erkennen wie die zahlreichen Kultstätten zur Verehrung der Götter. 

Platon war also doch kein Phantast, nein dieser über alle Maßen große Philosoph hat lediglich die Realität wiedergegeben. Nur ist die Vorstellungswelt des medienverseuchten heutigen Zeitgenossen einfach nicht mehr in der Lage, sich solche Schönheit vorzustellen. Mit Tränen in den Augen und fast schluchzend vor Ergriffenheit machen die drei Reisefotografen ununterbrochen fantastische Aufnahmen, damit diese glorreiche Vergangenheit zumindest wieder auf digitalem Weg aufleben kann.

Mit einem Blick auf ihre Uhren merkten die Fotografen schließlich, wie schnell die letzten Stunden vergangen waren und mit einem letzten schwermütigen Blick auf die Unterwasserstadt gaben sie Gas und fuhren auf das marokkanische Ufer zu, um der Welt mitzuteilen, wie das traurige Resultat vom ewigen Kriegsgeschrei, von Missgunst und Völlerei in der jetzigen Welt eines fernen Tages aussehen würde.
Atlantis konnte seinerzeit auch nicht genug kriegen, das sollte uns Mahnung und Anspruch sein.

Atlantis konnte seinerzeit auch nicht genug kriegen, das sollte uns Mahnung und Anspruch sein.







  


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