Reisefotografie sollte ernst genommen werden


Sibirien (däp) Die meisten Reisenden, die mir bisher in Hinterasien begegneten, waren, was das Fotografieren anbelangt, eher mit kleinem Equipment unterwegs. Anders ausgedrückt, eigentlich mit gar keinem. Eine kleine, ältere Spaßkamera und ein Smartphone, das war es auch schon. Die fotografischen Ergebnisse solcher Gerätschaften haben aber nichts mit Reisefotografie zu tun.

Menschen die sich der Reisefotografie mit allen Fasern ihres Herzens widmen möchten, haben einige wichtige Punkte auf jeden Fall zu beachten. Fangen wir mit der Reise als solches an. Um überhaupt sehenswerte und gelungene Bilder nach Abschluss der Reise mit nach Hause nehmen zu können, benötigen Sie unbedingt mindestens 5000 Kilometer Entfernung zwischen dem Reiseziel und  Ihrem heimatlichen Standort. Alleine eine Zeitverschiebung trägt ungemein zu einem rundum schönen Reiseerlebnis bei. Versuchen Sie es einmal mit Australien oder Neuseeland. Für den Anfänger bietet sich natürlich eine Weltreise an. Dann haben Sie erst einmal einen guten Überblick und können einzelne, ausgesuchte Ziele anschließend in Ruhe aufsuchen.


Bei der Reisefotografie ist die Fotografie ebenso wichtig wie die Reise selbst. Für eine brauchbare Fotoausrüstung, mit der Sie allen Eventualitäten gerecht werden können, sollten Sie für den Anfang ein Budget von ca. 10.000 Euro einplanen. Anderenfalls können Sie die Aufnahmen zu Hause direkt wegwerfen. Legen Sie sich auch einen größeren Fotorucksack zu. So ein Rucksack verhilft einem auch zu einem aufrechten Gang und die Rückenschmerzen, bedingt durch vieles Laufen, pendeln sich auf einem erträglichen Maß ein. Vergessen Sie bitte nicht, dass alleine die Objektive etliche Kilogramm Gewicht verursachen.



Ich habe auf meinen Weltreisen immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass sämtliche Tipps von Fotoprofis mir persönlich wenig gebracht haben. Suchen Sie sich vor Ihrer Reise die schönsten Stellen zum Fotografieren im Internet zusammen, geben die Koordinaten dann in ihr Navi ein und lassen sich anschließend einfach treiben. So eine Reise werden Sie nie mehr vergessen. Noch ein Tipp zum Schluss. Die sogenannte Kopfkamera hat mir immer  - außer einer perfekten Tarnkleidung - gute Dienste geleistet. Zwar etwas teuer, aber einfach am Kopf zu befestigen und locker - selbst mit der Hand in der Hosentasche - zu bedienen. Es sind eben die kleinen Dinge, die das Leben wirklich lebenswert machen.








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