Aus Afrika liefen sehr früh Menschen weg


Unsere frühen Vorfahren verließen Afrika viel eher als bisher angenommen. Und zwar, wie man jetzt weiß, aus reiner Neugier. Erste nachweisbare Auswanderungswellen der frühen Menschen begannen bereits vor 130.000 Jahren.


Wer schon einmal als Tourist  in Afrika war und dort der Landbevölkerung einen Besuch abgestattet hat, wird erlebt haben, dass der dunkelhäutige Mensch permanent das Bedürfnis verspürt, den hellhäutigen Besucher zu berühren. Sei es darum, um festzustellen, ob die Farbe des weißen Mannes echt ist, oder weil er eine Symphatiebekundung äußern will, jedesmal geschieht eine solche Handlung aus reiner Neugier. Reisefotografen können davon ein Lied singen und haben diese Begegnungen auf unzähligen Bildern festgehalten. In vielen Gegenden der Welt nennt man deshalb ja auch einen neugierigen Menschen "Afrikaner"



Diese unverfälschte Wissbegierde hat unser Vorfahren dazu bewogen, sich  - vor 100.000 bis 200.000 Jahren, von der "Wiege der Menschheit" aus, - auf der ganzen Welt auszubreiten. Dies geschah nicht in einer Wanderungsbewegung, sondern vollzog sich in verschiedenen Gruppen. Eine der ersten Gruppen brach demnach schon vor ca. 130.000 Jahren auf und breitete sich entlang der Küste der Arabischen Halbinsel bis nach Australien und in das Gebiet des Westpazifiks aus. Wie Erstautor Hugo Reyes-Centeno von der Universität Tübingen erklärt, waren die Australier, Papuas und Melanesier nach dieser frühen Ausbreitung über die Südroute ziemlich isoliert. "Andere asiatische Populationen scheinen dagegen einer späteren Auswanderungswelle zu entstammen, die vor etwa 50.000 Jahren von Afrika aus ins nördliche Eurasien aufkam."


Die Ursache warum Frühmenschen überhaupt auf Wanderschaft gingen, ließ sich nie erklären - einige Wissenschaftler führten das bisher auf starke Dürrezeiten zurück. Das es lediglich die Neugierde war, die unsere Vorfahren antrieb, löste in Fachkreisen zuerst Ungläubigkeit aus. Allerdings brachten genetische Untersuchungen weitere Beweise ans Tageslicht. Eine große internationale Tageszeitung rief weltweit dazu auf, dass sich Personen, die sich selbst als neugierig einstuften, freiwillig einem wissenschaftlichen Gentest unterziehen sollten. Eine überraschend hohe Anzahl gab auch ihre Einwilligung. Das Ergebnis der DNA-Sequenzanalyse war verblüffend: Alle sich selbst als neugierig bezeichnete Personen konnten eindeutig als direkte Nachfahren der Frühmenschen identifiziert werden.












Beliebte Posts aus diesem Blog

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!

Prinz Poldi war beim Spiel gegen England Kapitän und Torschützenkönig in einem

Das hat Trumps Chefstratege Bannon mit dem radikalen Rückbau des Staates im Sinn gehabt