Toyota arbeitet noch mit Windows XP

Japan, Präfektur Aichi (däp) Weil Toyota in seinem Stammwerk immer noch das Betriebssystem Windows XP einsetzt, ist die gesamte Logistik zusammengebrochen. Millionen defekter Teile, die in den USA bei Rückrufaktionen ausgebaut wurden, sind bei späteren Rückrufaktionen in Europa - als neue Teile deklariert - in die Kraftfahrzeuge eingebaut worden und umgekehrt.


Weltweit ist bei den Besitzern der Kleinwagen Yaris und Urban Cruiser das Chaos ausgebrochen. 6,4 Millionen Fahrzeuge mussten bei erneutem Rückruf in die Werkstätten. Alleine in Deutschland sind 92.000 Pkw betroffen. Aber nicht nur die oben genannten Fahrzeuge bereiten Toyota Probleme sonder auch der Geländewagen RAV4 und der Pick-up Hilux. Zwar hätte es hier keine Unfälle gegeben, die mit der Rückrufaktion in Verbindung stünden. Allerdings hätten zwei Autos beim Rauchen der Insassen Feuer gefangen.

Seit dem Jahr 2009 tauscht man nun bei Toyota Airbag, Sitze, Lenksäule, Scheibenwischer-Motoren, Kabel, Klimaanlage, Wasserpumpen und elektrische Fensterheber um.Von klemmenden Gaspedalen und rutschenden Fußmatten ganz zu schweigen. Das man bei Toyota erst so spät dahinter gekommen ist, dass lediglich die Altteile der Kraftfahrzeuge des einen Kontinents gegen die Altteile der Fahrzeuge des anderen Kontinents ausgetauscht wurden, mag man fast gar nicht glauben. 

Sicher weiß man nur, dass der oberste Chef der EDV- und Logistikabteilung Kamuru Shingsai  seit Beginn der Rückrufaktionen, also seit 2009, auf das Betriebssystem Linux wechseln wollte. Damals gab der Vorstand aber kein grünes Licht für dieses Vorhaben und Shingsai war so gefrustet, dass er keinerlei Update mehr für Windows XP in Anspruch nahm. Windows 8.1 will der EDV-Chef aber auch nicht in seiner Abteilung haben, und so wartet er jetzt auf Windows 9. Bis das Betriebssystem allerdings auf den Markt kommt, wird es bei Toyota noch einige Rückrufaktionen geben. Wichtig ist jedoch eines: Toyota hat daran nicht schuld!






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