Staatschef Xi Jinping zwingt korrupte Generäle in den Grundwehrdinst


China. (däp) Der Fall des Generals Gu Junshan ist ein deutliches Zeichen von Dekadenz im chinesischen Militär. Jetzt greift Staats- und Parteichef Xi Jinping mit aller Härte durch. Korruption und Misswirtschaft sollen ein für allemal beseitigt werden. Nicht nur der hochstehende General wurde wegen Korruption angeklagt.

Goldbarren, riesige Geldbündel und jede Menge Kisten von Schnaps wurden in der Luxusvilla gefunden, die Gu für sich und seine Familie gebaut hatte. General Gu Junshan, der stellvertretende Leiter der berühmten Logistik-Abteilung der chinesischen Streitkräfte war, wird nun wegen Bestechung, Korruption, Machtmissbrauch und Unterschlagung vor ein Militärgericht gestellt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Damit wird nach vielen Jahren zum ersten Mal ein hoher General der ruhmreichen Volksbefreiungsarmee wegen Korruption angeklagt. Allerdings war Gu bereits 2012 von seinem Posten abgesetzt worden und aus der Öffentlichkeit verschwunden. Wahrscheinlich hat er sich  aus lauter Angst, verhaftet zu werden, nur noch dort aufgehalten, wo er sich sicher wähnte - in seiner Villa nämlich.

Xi Jingping ist die Brisanz seiner Kampagne durchaus bewusst. Kurz nach seinem Amtsantritt im November 2012 machte er in einer brisanten Rede als einen Grund für den Zusammenbruch der Sowjetunion aus, dass der ehemalige Generalsekretär Michail Gorbatschow die Macht über das Militär verloren hätte. Konsequenterweise nimmt er nun die Generäle an die Kandare, indem er sie zur erneuten Absolvierung des Grundwehrdienstes verpflichtet. Die neue Doktrin für seine Volksbefreiungsarmee lautet: Sie müsse nicht nur Kriege führen, sondern diese auch gewinnen können. Schnaps saufen wird sofort gestrichen, lediglich ein Schälchen Shiaoxin (Reiswein) sei erlaubt.

Die Generäle hätten sich in den letzten Jahren außerdem ihre Uniformen von ausländischen Designern entwerfen lasse, die dann auch noch aus dem feinsten Tuch hergestellt worden wären. Alle in den unterschiedlichsten Farben und Schnitten. Diese Dekadenz hätte sich durch einen der Generäle einschleichen können, welcher vor wenigen Jahren zur Karnevalszeit einen Verwandten in Deutschland besuchte. Dieser Verwandte, der je ein Chinarestaurant in Köln, Düsseldorf und Mainz besaß. hätte ihn genötigt eine dieser dort getragenen Uniformen anzuziehen. Wieder in China angekommen, hätte er sich von dieser Pracht nicht mehr lösen können.

Seit dieser Zeit sind die Uniformen der Chinesischen Soldaten wieder aus rauem und kratzendem, russischem Drillich, auch die Uniformen der Generäle, die den Grundwehrdienst erneut ableisten müssen. Wie sagte unlängst Xi Jingping: "Da vergeht denen schon die Dekadenz!"







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