Die berühmteste Wurst Europas heißt Conchita

© Albin Olsson
Dänemark, Kopenhagen (däp) Das erfrischend weltoffene, linksliberale Österreich beendet die Feminismus-Debatte mit einem Federstreich und sendete als erstes Land eine Dame mit einem - bis dahin verpönten - gepflegten Damenbart zum  Eurovision Song Contest. Conchita Wurst (so heißt überraschenderweise die selbstbewusste Damenbart-Dame) hat sogar darauf verzichtet, ihre Gesichtsbehaarung durch Blondierung unauffälliger zu machen. Nein, im Gegenteil. Durch dieses offen Tragen des natürlichen Haarwuchses ist die Enthaarungsindustrie offenkundig bloßgestellt.

Heidi Klums Sendung "Germany's Next Topmodel" hätte man einige solch natürlich aussehender jungen Damen gewünscht. Selbstverständlich ging es aber bei dieser Veranstaltung in Dänemark nicht nur um das Aussehen, sondern hier kam es vor allen Dingen auch auf die Stimme und den Song an. Und da gibt es nichts zu bemängeln. Conchita legte mit dem Titel  "Rise Like a Phoenix" einen tadellosen Bond-Song hin und gewann unerwartet hoch mit dem viertbesten Ergebnis in der Geschichte des Wettbewerbs. Es war der erste Sieg für Österreich seit 48 Jahren. Damit gewannen die Linksliberalen nach 1966 mit Udo Jürgens ("Merci Cherie") zum zweiten Mal.

Der deutsche Beitrag "Is I Right" mit dem Trio Elaiza belegte übrigens den 18. Platz. Allerdings waren sie stark gehandicapt, da sie unerklärlicherweise ohne Bart auftraten. Die Toleranz in Deutschland hält sich anscheinend noch in Grenzen. Wie dem auch sei - durch den unerschrockenen Auftritt der Dragqueen Conchita Wurst alias Tom Neuwirth (25) wird sich das Aussehen der Damenwelt - zumindest der jüngeren, da die älteren Damen immer noch ein gespaltenes Verhältnis zum Damenbart haben - in Zukunft rapide verändern. Eines wird sich ebenfalls ändern. Da die Damen generell mehr Wert auf  das Aussehen legen, werden sie schönere, gepflegtere Bärte tragen -nicht so ruppige, zerzauste wie die Männer.

Das Straßenbild wird sich - zumindest in Europa (Osten einbegriffen) in Zukunft rapide hin zum Ästhetischen verändern. Eine sogenannte Kultiviertheit wird Platz greifen, und das ist auch gut so. Alleine die Vorstellung, dass bei Kriegsscharmützel der gegenüberstehende bärtige Soldat eine Frau sein könnte, wird dafür sorgen, dass der mittlerweile kultiviert denkende männliche Soldat einer natürlichen Schusshemmung unterliegt. Bis der dann diese überwunden hat, kann der ganze Krieg längst vorbei sein. Und wer ist schuld? Die bärtige Conchita!







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