In Brasilien verkaufen Fußballspieler ihre Kopfhörer

Brasilien, (däp) Die Exklusivität, die den Sponsoren bei der Fußball-Weltmeisterschaft eingeräumt wird, treibt in Brasilien neue Blüten: Vor dem Betreten der offiziellen Spielstätten haben die Spieler ihre eigenen Kopfhörer abzugeben und die der Sponsoren aufzusetzen. Sind die in dem Moment nicht greifbar, müssen die Fußballer auf Musik verzichten. 


An die Bilder der Fußballspieler, die mit wuchtigen Kopfhörern auf den Ohren aus den Vereinsbussen steigen, haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt. Irgendwie sieht das ja auch futuristisch und "cool" aus. Also durchaus passend zu jungen modernen Spielern. Auch kommen die Fußballer eines Teams oft schon vor dem Aufwärmen vor dem Spiel auf den Platz. Dann, wenn die meisten Zuschauer sich noch mit Getränken versorgen, sehen sich die Akteure mit verständlicher Neugier schon einmal den Rasen an oder lassen das Rund des Stadions auf sich wirken. Um sich ganz auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren zu können, schotten sie sich gerne bei dieser Gelegenheit mit der Musik aus dem Kopfhörer gegen den beginnenden Jubel ab.

Verschiedene Stars sah man in Brasilien schon mit den aktuellen Geräten und den dazu passenden Trendfarben über den Rasen spazieren: Passend zur Farbe der Trikots trägt Brasiliens Neymar sie in grün, der Engländer Wayne Ronney in weiß und  Luis Suarez aus Uruguay in blau - Kopfhörer des kürzlich von Apple übernommenen Anbieter Beats. Doch damit ist es erst einmal vorbei. Der Fußball-Weltverband FIFA hat ab sofort seinen Spielern untersagt, diese Produkte auf den offiziellen Turnierplätzen zu verwenden, selbst dann, wenn es sich um ihre privaten Geräte handelt. Das berichtet die Nachrichtenagenturen. Denn ein Mitbewerber verfügt hier über die Exklusiv-Rechte: Sony.

Ein geschäftstüchtiger Händler hat  nun illegal (in Brasilien ist das möglich) Klebeschildchen mit dem Sony-Namenszug drucken lassen und bietet sie den Spielern kurz vor dem Betreten des Rasens gegen ein Autogramm an. Während sie auf den offiziellen Rasen verweilen überkleben die Spieler einfach damit den Namen ihres privaten Anbieters. Hunderte Fußballer sollen zwar mittlerweile hier Autogramme gegeben haben. Allerdings kleben die Dinger nicht richtig und gehen dauernd ab. In den letzten Tagen macht eine neue Nachricht die Runde: Die US-Boys würden recht froh sein die Sony-Kopfhörer tragen zu müssen - der Klang wäre um Längen besser als der der Beats. 

Und wenn die Amerikaner etwas vormachen, dann ... Jetzt stehen an allen Ecken Brasiliens verzweifelte Fußballspieler und versuchen, ihre privaten Kopfhörer zu verkaufen. Die englischen Spieler hat es besonders getroffen. Durch die dauernde Verkaufstätigkeit bedingt, gerieten sie in einen nichtaufholbaren Trainingsrückstand und verloren prompt gegen Uruguay mit 1 :2. 












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