Im Iran spielen Männer vor gemischtem Publikum




Iran, Teheran (däp) Der Iran nimmt zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Trainer Carlos Queiroz vertraut dem Kollektiv, der größte Star wurde aus den Niederlanden rekrutiert, und weibliche Anhänger bekommen Plätze im Stadion



Auch FIFA-Präsident Joseph S, Blatter (78) wird im Iran die ganz große Fußball-Revolution so schnell umsetzen können. "Ich habe angeregt, dass über das Verbot von Frauen als Stadionzuschauer diskutiert werden soll", teilte der mächtigste Mann des Weltfußballs bei einer Visite in Vorderasien den anwesenden Journalisten mit. Bislang ist in den Spielstätten des streng islamischen Landes ein gemischtes Publikum verboten, um den weiblichen Teil der Bevölkerung vor den Flüchen der Männer zu schützen.


Den Siegeszug der Iranischen Nationalmannschaft in Richtung Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien mussten deswegen die Frauen unter den Fans nämlich vom heimischen Sessel am Fernseher verfolgen. Das war umso enttäuschender, da das "Team Melli" seine Qualifikationsgruppe als Erster - noch vor dem Geheimfavorit Südkorea und der Überraschungsmannschaft Usbekistan  - beendete und so ziemlich souverän die vierte WM-Teilnahme nach 1978, 1998 und 2006 sicher stellte.

Der weltgewandte Charmeur Blatter hat nun bei den letzten Diskussionen mit den islamischen Würdenträgern einen - für beide Seiten das Gesicht wahrenden - Kompromiss gefunden. Man sollte einmal  einige wenige koranfeste weiblichen Fans unter die männlichen Zuschauer platzieren. Diese sollen dann jeden fluchenden männlichen Fan unverzüglich dem Rat melden - mit dem Resultat eines mehrmonatigen Stadionverbotes. An die Stelle des Bestraften soll dann beim nächsten Spiel ein weiblicher Fan sitzen dürfen.

Die männlichen iranischen Fans sind natürlich stocksauer, wohl wissend, dass dann bald kein Mann mehr unter den Zuschauern sein wird. Liberale Kräfte im Iran mahnen allerdings zur Geduld und behaupten, dass man irgendwann einmal koranfeste Männer einschleusen müsste um die Flüche der Frauen zu melden.









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