Barack Obama und seine Amerikaner haben es schon wieder getan


USA, Washington D.C. (däp) Die deutsch-amerikanische Spionage-Affäre brodelte unter kleiner Flamme ja eigentlich schon länger im Hintergrund. Jetzt reibt man sich ganz verwundert die Augen: Die Bundesregierung hat tatsächlich die Konsequenzen gezogen und den obersten USA-Geheimdienstler aus Deutschland rausgeschmissen!




Nun bezeichnet Washington Berlin als Spielverderber. Sie auf eine Stufe mit Nordkorea und dem Iran zu stellen, wäre doch wirklich übertrieben. Schließlich seien sie doch miteinander befreundet. Gerade die Deutschen müssten doch Bescheid wissen, lamentiert Präsident Obama lautstark. In Deutschland (er meinte wahrscheinlich die ehemalige DDR) wäre Spionage doch unter guten Freunden an der Tagesordnung gewesen. Und denunziert hätten er und seine Geheimdienste doch auch keinen - im Gegensatz zu den Deutschen.

Darauf reagierte wiederum Bundeskanzlerin Angela Merkel besonders pikiert, denn was hätte die damalige DDR mit ihrer Bundesrepublik zu tun. Der Kalte Krieg wäre ja nun wirklich längst vorbei. Und überhaupt, wie konnte dieser Amerikaner (ja, so sagte sie fast wörtlich) so dumm sein - nur weil sie aus der ehemaligen DDR stammte - alles durcheinander zu werfen. Leider habe sie Obama noch nicht persönlich mit seinem mangelnden Geschichtsverständnis konfrontieren können - angeblich sei der in Texas unterwegs um Spenden zu sammeln.

Das der jetzt sogar versuchen würde, sie mit Geld bestechen zu wollen, auch noch mit fremden Geld, dass enttäuschte sie noch mehr als die gesamten Spionagegeschichten. Schließlich könnte sie - wenn sie denn wollte - selbst Geld genug in die Hand nehmen. Darauf wäre es ihr aber nie angekommen. Ja, es stimmte ja, der US-Präsident hätte mit seinem mangelnden historischem Verständnis eine alte Wunde aufgerissen. Seit ihren erlebten zahlreichen menschlichen Enttäuschungen in der ehemaligen DDR habe sie immer nur eines gesucht.

Nicht Geld, das habe sie schon immer genug gehabt, aber echte gute Freunde ... Mit einer verlegenen Geste wischte sie behutsam eine kleine schimmernde Träne aus dem Augenwinkel.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!

Prinz Poldi war beim Spiel gegen England Kapitän und Torschützenkönig in einem

Das hat Trumps Chefstratege Bannon mit dem radikalen Rückbau des Staates im Sinn gehabt