Joachim Löw hat sich entschieden: "Mein Leben gehört dem DFB"

© WorldcupWiki Images Florian K.
Deutschland (däp) Nachdem Philipp Lahm endgültig entschieden hat, wem sein Leben gehört ("Mein Leben gehört mir"), war der Fußballtrainer Löw eher davon überzeugt, dass sein Leben dem DFB gehöre. Anders ist seine Entscheidung, bis 2016 Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft zu bleiben nicht zu erklären.

Schmunzelnd und mit einem gewissen Abstand die Unternehmungen eines Nachfolgers zu beobachten ist einfach nicht sein Ding. Dafür ist er zu agil - er muss immer selbst anpacken. Dazu kommt, dass er seinem ehemaligen Chef Jürgen Kliensmann zeigen will, wie man ein Sommermärchen mit dem tatsächlichen Gewinn eines Europameisterschaftstitels wahr werden lässt. Wer soll ihm denn in Europa noch Angst machen? Die in in Frage kommenden Gegner sind doch alle schon besiegt worden.

Nein, das Problem liegt ganz woanders. Jogi Löw will beim DFB unter Vertrag bleiben und keinen Verein trainieren, weil er als Gewinnertyp sich schon mit Dutzenden von Siegerpokalen auf dem Arm mit verknautschtem Pulli oder verknittertem Jackett bei Presseveranstaltungen herumstehen sieht. Es geht ihm schlicht und ergreifend um das Tragen der vielen Pokale, ohne die Contenauce zu verlieren. Weltmeister, Europameister und andere Gewinner müssen nun mal gute Mine zum bösen Spiel machen und ihre Trophäen griffbereit zur Hand haben, um sie jederzeit zur Schau stellen zu können. Das weiß auch Löw

Immer wieder fallen ihm die Klitschkos ein. Die mussten anscheinend auch immer ihre Weltmeisterschaftsgürtel mit sich rumschleppen. Die Zuschauer wollten das so. Wahrscheinlich nahm ihnen sonst keiner ihre Weltmeisterschaft ab. Wenn Joachim Löw sich nun vorstellt, vor lauter Anstrengung, mit verschwitzter Mine und unfrisiert - wegen des nicht unerheblichen Gewichts der im Lauf eines Trainerlebens erworbenen Trophäen in Form von Pokalen und Medaillen - Rede und Antwort stehen zu müssen, ist ihm plötzlich klar geworden: zwei Pokale will ich tragen, aber mehr nicht, auf keinen Fall, niemals.








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