Exotische Erlebnisse beim Besuch armer Länder sind für den Touristen mittlerweiie unbezahlbar



Deutschland, Lemgo (däp) Exotische Erlebnisse liegen hoch im Trend, gerade bei den Deutschen. Unverschämt und absurd hohe Preise werden für solche Reisen verlangt und auch bezahlt. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Meldung des Fremdenverkehrsvereins in Lemgo (Lippe). Demnach gibt der Deutsche für sein exotisches  Ziel dreimal mehr aus als der Chinese für die gleiche Reise.



Und doch machen alle die gleiche Erfahrung: Wo Touristen Geld bringen, geben die meisten Einwohner ihre ursprünglichen Berufe auf und eröffnen schnell preiswerte Pensionen. So ein Geschäftsmodell erscheint vielen Einheimischen verlockender als eine Tätigkeit auf dem Bau oder als Landwirt. Inzwischen hat sich aber einiges getan, weil die Urlauber dieses Geschäftsmodell auch für sich entdeckt haben. 

Diese Touristen bauen aber nicht nur kleine Pensionen, sondern stampfen gleich riesige preiswerte 1-Stern-Hotelkomplexe aus dem Boden. Gegen diese Konkurrenz können die Einheimischen nichts mehr ausrichten und verkaufen fortan in ihren umgebauten Pensionen Pizzen und heiße Würstchen. Dieses Geschäftsmodell erweist sich nun wider Erwarten als bedeutend ertragreicher als die Bewirtschaftung der kleinen Pensionen.

Als Antwort darauf bauen die ehemaligen Touristen und jetzigen Besitzer von 1-Stern-Hotelkomplexe ihre Hotels zu 2-bis 5-Sterne-Hotelkomplexe um, nur um vom Ertrag her mit ihrem Geschäftsmodell nicht hinter den Pizza- und Würstchenverkäufer zu landen.  Die jetzt Pizzen und heiße Würstchen verkaufenden ehemaligen Pensionsbesitzer wollen mithalten und bauen ebenfalls 2-bis 5-Sterne-Hotelanlagen. Und so weiter und so fort.


Kein Wunder, dass bei solchen Machenschaften, der einst günstige Urlaub in arme Länder nun für den Touristen unbezahlbar wird.









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