Rikschafahrer in China sind mehrheitlich Fahrradtouristen aus Europa

China, Beijing (däp) Als Reisefotograf ist man natürlich immer bestrebt die weltweit interessantesten Orte kennenzulernen, um dann dort eventuell gelungene Schnappschüsse machen zu können. Mit lediglich kleinem Geld in der Tasche ist das aber gar nicht so einfach. Nun, wenn das Ziel ihrer Reiseträume auf dem Landweg zu erreichen ist, könnte man die Strecke  ja laufen, allerdings kann dann die Bewältigung einer Strecke - beispielsweise bei einer Fernreise - schon mal einige Jahre in Anspruch nehmen.


Besser ist es da schon, wenn Sie ihre Reise mit dem Fahrrad planen. Beispielsweise nach China. Und dort bis nach Beijing. In 10 bis 12 Monaten können Sie locker dort ankommen. Das Geld für die Verpflegung auf dieser Fahrradtour sollten Sie allerdings vorher angespart haben. Auf der Strecke gibt es leider immer noch wenige Möglichkeiten sein Reisegeld aufzubessern. Wenn Sie dann allerdings - vielleicht nach einem Jahr, vielleicht auch früher - in Beijing angekommen sind, haben Sie das Gröbste hinter sich gebracht.

Nachdem es dem Chinesen wirtschaftlich immer besser ging, war die Nachfrage nach Arbeitsplätzen mit einfacheren Arbeiten drastisch eingebrochen. Keiner wollte mehr für wenig Geld ungelernte Arbeiten verrichten. Das war praktisch die Geburtsstunde des einfachen europäischen Fahrradtouristen. Personen jeden Alters - als Hobby fotografieren angebend - schnappten sich ihr Rad und machten sich auf den Weg. Durch die Reise mit dem Fahrrad waren sie nämlich bei den chinesischen Unternehmer für Rikschas äußerst willkommen, ja geradezu für das Rikscha fahren bestens prädestiniert

Die ehemaligen Fahrradtouristen waren nun Rikschafahrer mit Festanstellung und verdienten sich so locker das Reisegeld für die Rückfahrt. Ununterbrochen Schnappschüsse machend, fuhren sie glückliche Chinesen durch die Stadt, und erlernten dabei noch die chinesische Sprache. Viele der Fahrradtouristen sind inzwischen mit ihrem Fahrrad wieder in Europa gelandet. Wenn man aufmerksam durch die europäischen Großstädte geht sieht man sie, fröhlich grinsend mit chinesischen Touristen unverständliche Laute wechselnd kräftig in die Rikschapedale tretend und dabei vergnügt Schnappschüsse machend. Ja, ja, die Reisefotografen!







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