Luftmine in Dortmund lässt den BVB erstarren


Jürgen hat sich vor lauter Spaß rasiert
©Chistopher Neundorf


Dortmund (däp) Heute hat man Jürgen Klopp erstmals wieder locker und ohne Bart gesehen. Seit in Dortmund die Luftmine entschärft worden ist, fühle er sich - und das würde die gesamte Mannschaft mit einschließen - pudelwohl. Nichtsdestotrotz war ihm die Anspannung noch anzumerken. Die Gefahr, die von dieser Bombe ausging, war einfach für ihn und seine Mannschaft in den letzten Wochen zu beängstigend. Laut seiner Aussage konnte sich der gesamte BVB nicht mehr richtig auf die Spiele konzentrieren. Jeder hätte das Gefühl gehabt "gleich geht die Bombe hoch".


Dieses und mehr teilte Jürgen Klopp heute morgen auf der eilig anberaumten Pressekonferenz den aufmerksam lauschenden Journalisten - nun wieder ganz befreit und Herr seiner Mimik - grinsend mit. Aber die Lage wäre wirklich besorgniserregend gewesen. Schließlich musste in Dortmund eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine entschärft werden, und die Gedanken der Spieler des BVB waren dermaßen auf die evtl. hochgehende Bombe fixiert - da war einfach keine Konzentration auf ein "läppisches Fußballspiel" zu erwarten. Außerdem wurden durch die Bombe Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg wach, die durch zusätzliche Parolen wie "Dortmund muss sich dem "Abstiegskampf" stellen oder Dortmund muss gezielter "schießen" angeheizt wurden.

Nun ist aber mit der Entschärfung der Bombe in Dortmund generell und beim BVB speziell Ruhe eingekehrt, und der Sport kann in diesen Kriegszeiten wieder die Oberhand gewinnen. Sicher, die stärksten Feinde gilt es noch zu besiegen, dennoch wird "Kloppo", der gerade in der Kampfstrategie geniale Schachzüge vorzuweisen hat, dem Gegner aus dem Süden noch zeigen, was eine Harke ist. Er betonte besonders, dass man das brachiale Sprachvokabular jetzt erst einmal verbessern müsse. Anstatt der Formulierung: "Der Ball landete scharfgeschossen mit dem Torwart im Netz, könne man ja auch sagen; "Schob den Ball samt Torwart fröhlich lächelnd über die Torlinie. Das Ergebnis wäre zwar gleich, doch die allgemeine Stimmung wäre dadurch friedlicher.

"Aber", fuhr er dann mit erhobenem Zeigefinger fort "nur weil die Bombe entschärft wurde, dürfen wir (gemeint war der BVB, nicht nur er, Anmerk. der Redaktion) nicht glauben den Gegner nun mit Schmeicheleien besiegen zu können. Auch wird der Gegner kein Mitleid mit uns haben, nur weil bei uns fast die Bombe hochgegangen wäre". Er wolle deswegen einmal etwas neues ausprobieren. Shinji Kagawa habe ihm von einer alten japanischen Kampfsportart erzählt, bei der der Gegner sich quasi in Luft auflöst. "Das könnte dann auch keineswegs als Foulspiel gewertet werden, denn da wo nix iss, iss auch kein Ankläger" (er meinte den Schiedsrichter, Anm. der Redaktion), grinste der nun wieder lustig gewordene Jürgen Klopp spitzbübisch im Hinblick auf das Spiel am kommenden Freitag gegen Hoffenheim.








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