Meine aufschlussreiche Reise nach Dortmund: Der gesamte BVB lacht sich ins Fäustchen


Obwohl nicht Letzter, sondern nur Vorletzter, sieht man trotzdem beim BVB strahlende Gesichter
©Martin Davidsen














Dortmund (däp) Fast hätten die Dortmunder ihr Ziel - den letzten Platz nämlich - noch erreicht. Allerdings sind sie auch so hochzufrieden. Wer hätte ihnen denn zu Beginn der Hinrunde dieses Husarenstück zugetraut - keiner! Als die Bayern am Beginn der Saison durchmarschierten, und dadurch sich der Fokus der Aufmerksamkeit von den Dortmundern auf die Münchener zu verschieben drohte, gaben die die Verantwortlichen des BVB klugerweise sogleich eine neue Taktik vor: "Mit aller Macht letzter werden!"


Staunend haben dann die Anhänger und begeisternde Fans dieses phänomenale Schauspiel der Dortmunder mitverfolgen können. Wie die einzelnen Spieler schon mit hängenden Köpfen in die Spiele gingen - und ebenso wieder herauskamen. Das alleine war schon immer eine Reise wert. Wie sie sich  verstohlen angrinsten und dabei geschickt die flache Hand vor den Mund hielten, das war hohe Schauspielkunst. Nur ein begnadeter Taktiker wie Jürgen Klopp konnte dieses umgekehrte Meisterstück vollbringen. Der vorletzte Abstiegsplatz ist ihnen nun sicher, und darauf kann der Trainer jetzt in aller Ruhe aufbauen.

Nun ja, Bayern München ist Herbstmeister, aber ist das eine echte Überraschung? Mitnichten! Die Objektive der Fotografen sind doch nur noch auf die Dortmunder gerichtet. Hier spielt das wahre Leben. Hier wird Fußballspiel zum Schauspiel, Komödie und Drama werden in einer selten gebotenen Kunst ausgiebigst zelebriert. Und genau das wollte der BVB. Oder glaubt jemand wirklich, Jürgen Klopp hätte nicht jederzeit den Schalter umlegen können, um die 1. Bundesliga von hinten aufzurollen, wenn er denn nur gewollt hätte. Nein, dem alte Fuchs war das immer ganz egal. Hauptsache die Massen berühren - entweder als Sieger oder ganz umgekehrt.

Bis zum Rückrundenstart in Leverkusen will die Schauspielertruppe aus Westfalen  jedenfalls ein neues Stück einstudiert haben. Spätestens am 4. 4. 2015 - wenn es dann in Dortmund zum Showdown gegen die Bayern geht - sollen die Probevorstellungen abgeschlossen sein. Wie sagte Mats Hummels: "Leidenschaft und Einstellung waren nie unser Problem, nur mit dem Lernen des Textes haben wir ab und zu unsere Schwierigkeiten. Nachdem wir so weit gekommen sind, wollen wir nun aber auch noch den Rest der Strecke bewältigen". Dazu sagt der schreibende Chronist lediglich: "Hoffentlich in die richtige Richtung".





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