Alle Publikationen sollen ab sofort als Satire verstanden werden

"Charlie Hebdo" hat mehr als 5 Millionen Exemplare gedruckt

Deutschland, Berlin (däp) Deutschlands große, aber nicht genügend große überregionale Zeitungen und Magazine wie unter anderem "Die Zeit", "FAZ", "Spiegel" und die "Süddeutsche"wollen ebenfalls Auflagen wie die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" erzielen (über 5 Millionen). Um dieses hehre Ziel zu erreichen. müssten die Inhalte allerdings mit Satire gefüllt werden. Darauf haben sich die Zeitungsverleger nun geeinigt und wollen ab sofort alle ihre Publikationen nur noch als Satire verstanden wissen.



Bei all der Trauer um das entsetzliche Geschehen in Frankreich geht es den deutschen Verleger natürlich jetzt in erster Linie ums Geschäft. Mohammed hin oder her! Man könnte sich nämlich - so hat man es nach dem Drama in Frankreich verstanden, durch die Höhe solcher Millionenauflagen mit einem Schlag aus der Misere befreien, die das Zeitungssterben in Deutschland den Zeitungsverlegern in letzter Zeit zunehmend bereitet hat. Jetzt hat man endlich begriffen, dass der deutsche Zeitungsleser genau diese Satire braucht, um sich überhaupt noch für Politik begeistern zu können. Dermaßen hohe Auflagen erreicht man nämlich niemals mit normalen Artikeln.


Um es dieses Mal also besonders gut zu machen, sind Auslandsjournalisten der deutschen Zeitungen in die gesamte Welt aufgebrochen, um auch in den abgelegensten Gegenden Propheten sämtlicher Religionen - auch und gerne bis dato völlig Unbekannte - ausfindig zu machen und darüber satirisch-sachlich zu berichten. Die deutschen Zeitungsverleger sind der Meinung, dass, wenn man alle - auch die unbekannten Propheten - ins Boot holt, und sich dann auf eine zurückgenommene, satirisch-sachlich Art mit allen religiösen Leitfiguren auseinandersetzt, dann könne sich keine Religion verunglimpft  fühlen.


Kann das funktionieren? Wir, die wir uns nun schon einige Zeit mit der Satire befassen, können dazu nur sagen, ja, bedingt. Fanatiker ticken allerdings anders, und das nicht nur beim religiösen Glauben an ihren Propheten. Auch beim Spiel Borussia Dortmund gegen den 1 FC Schalke soll es schon zu Morddrohungen gekommen sein, und nur weil  ihre jeweiligen Propheten in Bezug auf das Ergebnis vor dem Spiel ein anderes als das tatsächliche Ergebnis prophezeiten. Wie gesagt, der Fanatiker tickt eben anders.





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