Ist Philae auf Tschuri aus dem tiefen Dornröschenschlaf aufgewacht?


©ESA/Rosetta/NAVCAM

Deutschland, Siegen (däp) Als der Weltfotograf das letzte Mal über die beiden berichtete, war "Philae" gerade auf "Tschuri" eingeschlafen. Das klingt im ersten Moment so, als hätte ein Sexualpartner auf dem anderen liegend völlig ermattet nach dem Akt alle Viere von sich gestreckt. Da müssen wir aber gleich die Liebhaber schlüpfriger Geschichten enttäuschen. Obwohl es in diesem Fall auch um Technik - allerdings keiner Sexualtechnik - geht, sondern um das Minilabor "Philae". Dieses Labor schläft übrigens seit damals noch immer auf dem Kometen "Tschuri", allerdings bevor es in seinen Dornröschenschlaf versank, hat es - zusammen mit der Raumsonde "Rosetta" - spektakuläre Aufnahmen und Daten von dem Kometen und dessen Umgebung gesendet, deren Auswertung weitere neue Überraschungen bieten.

Wiederholt sieht man farbige Aufzeichnungen von riesigen Monster-Wasser-Wellen, die durch den Weltraum wabern, gallenblasenfarbige Vögel, deren Schnäbel mit tausenden von kleinen Mörderzähnen bewehrt sind, Bäume, die mit ihren Kronen in die Erde wachsen, und Schlangenmaden, die als Baumwurzeln getarnt nach oben streben, um dann mit ihren bestialischen Spitz-Dolch-Krallen herumfliegendes, fressbares Getier aus den Weiten des Weltraums abzugreifen und höllisch schmatzend und rülpsend zu verspeisen. Daneben sieht man immer wieder tote Astronauten und Kosmonauten vorbeirauschen, abgeklärt mit jetzt glanzlosen Augen schauend und dadurch überraschend lebendig wirkend, wodurch das schauernde Entsetzen des Betrachters etwas abgemildert wird und man unwillkürlich beginnt, mit beiden Händen winkend einen freundlichen Gruß hinüber zu schicken.

Auf dem Kometen Tschuri selbst kann man eigentlich nicht mehr viel Interessantes entdecken, das meiste ist schon untersucht und auch bewertet worden. Hin und wieder entdeckte man durchsichtige Nashornratten, die aber eher harmlos sind und höchstens in der asiatischen Küche Verwendung finden könnten. Außerdem fielen putzig aussehende, essbare, wandernde Würfel auf, deren Seiten einen klettverschlussartigen Belag besitzen, herrlich schmecken sollen,  sich beim Verzehr allerdings - wie das Minilabor von Philae in einer ersten Überprüfung herausfand - äußerst hartnäckig an Gaumen und Zunge festklammern. Daneben gibt es viele verschiedene Arten von Schlingpflanzen, die sich aber bei näherer Untersuchung durch das schon erwähnte Labor als völlig ungiftige und schleimige Würgeschlangen entpuppten und für weitere Forschungen beim Betrachter einen eher uninteressanten Eindruck hinterlassen.

Wirklich aufregend für die Wissenschaft ist eigentlich nur, dass selbst Weltraumstürme der eigenartigen Form des Kometen (siehe hier) nichts anhaben konnten. Heute steht übrigens auch fest, dass Kopf und Körper des so genannten "Quietsche-Entchens" jeweils ein Brocken gewesen sein müssen. Das merkwürdige daran ist ja nur, dass irgend jemand die beiden Felsen zusammengefügt haben muss, wie sollte sonst diese auffällige Entenform entstanden sein. Jetzt will man noch genauer den unmittelbaren Weltraum durch "Philae" beobachten und untersuchen lassen. Vielleicht wurde ja da oben bisher eine unsichtbare ominöse Gestalt völlig übersehen!!!






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