Die Hinrichtung von Todeskandidaten sichert Jobs



USA (däp) Durch weltweit seltener werdende kriegerische Auseinandersetzungen ist die darbende Rüstungsindustrie in den USA in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, welche so ohne weiteres nicht wieder gerade gerückt werden konnte. Meinte man zumindest bis jetzt. Gott sei dank gibt es die amerikanische Waffenlobby, die, begeistert darüber, dass keiner mehr das richtige Gift für Hinrichtungen liefern wollte (selbst Deutsche sollen sich geweigert haben), durchsetzte, dass bei Hinrichtungen Vergiftungskommandos rechtzeitig durch Erschießungskommandos ersetzt wurden.


Somit wurden Tausende und Abertausende Jobs für die Zukunft gesichert. Einerseits um für die Erschießungskommandos genügend präzise Schusswaffen herzustellen und andererseits um jungen lernbegierigen Leuten, die die Erschießungskommandos bilden, eine schöne gesicherte Zukunft zu bieten. Hinzu kommt, dass der gemeine Amerikaner mit großer Mehrheit lieber jemanden erschießt als vergiftet. Das erkennt man auch unter anderem daran, dass der US-Bürger sich jederzeit bei Bedarf Waffen kaufen kann, diese sogar zur Verteidigung benutzt, während die wenigsten Amerikaner Gift besitzen und demzufolge auch keines zur Verteidigung benutzen. Übrigens wäre das auch strafbar.

Dafür, dass ausgerechnet auch der äußerst liberale US-Bundesstaat Utah, der 2004 die Erschießungskommandos abschaffte, sie jetzt aber wieder einführt, kann man nicht nur alleine den dortigen Gouverneur zur Verantwortung ziehen, nur weil der ein Republikaner ist, obwohl andererseits von den 32 Bundesstaaten, in denen die Todesstrafe zulässig ist, lediglich Oklahoma mit Erschießungskommandos arbeitet. Ganz zufällig ist deren Gouverneur ebenfalls Republikaner. Aber der Amerikaner will nicht nur jemanden lieber erschießen als vergiften, er will auch selbst lieber erschossen als vergiftet werden. 

Gut so, sonst sähe es für die Rüstungsindustrie - bei weltweit seltener werdenden kriegerischen Auseinandersetzungen - ziemlich mau aus! Und das will anscheinend weder der Republikaner, noch der Demokrat - zumindest nicht in den USA.





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