In Nordkorea macht die Schönheitsoperationen der Maskenbildner


Die 59-jährige Nordkoreanerin Wu Ti-ha nach dem Besuch bei einem Maskenbildner

Nordkorea, Pjöngjang (däp) In keinem anderen Land der Welt ist der Beruf des Maskenbildners so beliebt und anerkannt wie in Nordkorea. Schönheitsoperationen, wie behutsame Brustverkleinerungen, brachiale Brustvergrößerungen, glättende Nasenkorrekturen, und Faltenunterspritzungen  wie im Westen üblich sind dagegen - auch bei Frauen - total verpönt. In Nordkorea heißt der Schönheitschirurg "Maskenbildner". Während in der westlichen Welt ein normales weibliches Gesicht erst durch die OP eines Schönheitschirurgen die unerwünschte nordkoreanische Starre in der Mimik bekommt, ist in Nordkorea eine starre Mimik Programm und wird in gerader Linie an die Nachkommen vererbt. Ansonsten gibt es in Nordkorea nichts zu erben.


Nachdem aber der große Vorsitzende Kim Jong-un seine Ehefrau Ri So-ju (verh. 2009) nach starren Ehejahren zumindest einmal lächelnd, wenn lachend nicht (starre Mimik!) möglich ist, sehen wollte, ließ diese in ihrer Not einen der berühmten Maskenbildner kommen. Der bildnerte so geschickt ein Lächeln auf das Gesicht der nordkoreanischen Ri So-ju, dass der große Vorsitzende und freudlose Ehemann Kim Jong-un ebenfalls - allerdings in seinem Fall mehrere - Sitzungen bei dem Maskenbildner anberaumte. Das Ergebnis ist, dass plötzlich in westlichen Publikationen gehäuft Bilder des lächelnde Potentaten und seiner ebenfalls lächelnden Ehefrau auftauchen.

Nordkoreanisch Hochglanz-Journale verbreiteten anschließend die Bilder der beiden auch in ganz Nordkorea, und so kam es, dass das geschminkte Lächeln des vermeintlich echte Zähne zeigenden politischen Vorturnerpaares einen wahren Nachahmer-Boom auslöste. Das ist auch der Grund wieso Maskenbildner in Nordkorea so gute Berufsaussichten haben. Allerdings muss noch einmal in aller Deutlichkeit festgehalten werden, dass das angemalte Lächeln offiziell nur auf Fotografien vorhanden ist. Nach dem Fotoshooting der der Reisefotografen wischen die meisten es einfach wieder ab.

Übrigens werden jetzt vermehrt einige dieser nordkoreanischen Hochglanz-Journale mit den Abbildungen angeblich lächelnder Nordkoreaner (in der Mehrzahl Frauen) nach Südkorea eingeschleust. Die südkoreanischen Frauen sind nach deren Durchsicht richtig sauer. Sie lächeln zwar ebenfalls andauernd, doch ohne die Hilfe irgendeines Maskenbildners. Allerdings tauchen in letzter Zeit öfters Touristen auf, die mit papiernen Taschentücher bewaffnet durch ihre Gesichter wischen, um zu überprüfen, ob das jeweilige Lächeln auch echt sei. Das kann den nordkoreanischen Frauen nicht passieren - dort gibt es zwar Touristen aus dem eigenen Land, aber die besitzen nur Stofftaschentücher.








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