Pfandflaschen sammeln ist jetzt ein anerkannter Ausbildungsberuf


Pfandflaschen sammeln kann man jetzt offiziell lernen

Liberia, (däp) Der 43 jährige Olaf Henkels (Name von der Redaktion geändert), der über das Sammeln von Flaschenpost an den Stränden von Sylt zu dem eigentlichen  Pfandflaschen sammeln kam, kann mittlerweile bestens davon leben. Inzwischen hat er seinen offiziellen Wohnort nach Liberia verlegt: "Wegen der Steuern", wie er unumwunden zugibt. Von hier aus dirigiert er sein Unternehmen mit weltweit zigtausenden Mitarbeitern. "Ich beschäftige nur gelernte Kräfte", betont er stolz bei unserem kurzfristig anberaumten Treffen.


Braungebrannt - seine Augen strahlend wie grünes Flaschenglas, aber leicht trüb - sitzt er nun vor uns. Er wirkt jünger, als sein Alter vermuten lässt. Der Erfolg seines Start Ups verhindert anscheinend den natürlichen Alterungsprozess. Als er dann mit umwölkter Stirn beginnt, von seinen Anfängen als Unternehmer zu erzählen, zuckt es verdächtig um seine Mundwinkel und sein Gesichtsausdruck beginnt sich zu verhärten. Man ahnt, was er in seiner Jugend mitgemacht haben muss. Dann bricht er plötzlich das Gespräch mitten im Satz ab, springt auf und ruft wie befreit: "Jetzt will ich ihnen mal meine Zentrale zeigen."


Überrascht von dem Themenwechsel folgen wir Ihm nach draußen, werden dann durch einen Park - immer begleitet von zwei riesigen Hunden - gelotst und betreten anschließend ein weitläufiges Gebäude - innen mit herrlich kühlendem Marmor verkleidet. An den Wänden Bilder seiner Vorfahren, die, wie er sagt, "noch ganz normale Leute" waren. Dann öffnet er einen Raum und wir werden von einem infernalischem Glockengeläute empfangen. Anschließend berichtet er uns - wegen der schlechten Verständigung laut schreiend -, dass weltweit jede Flasche, die seine Mitarbeiter sammeln, durch unterschiedlich starke Glockentöne hier in der Zentrale gemeldet würden.


Nur so wäre es möglich, dass er die Übersicht über sein Imperium behielt, schreit er uns weiter an. Auf unsere Frage, warum er die jeweilige Flaschensammlung nicht über die Bildschirme seiner Computer sichtbar macht, verhärtet sich sein Gesicht erneut: "Ich musste  in meiner Jugend jahrelang beim Pfandflaschen sammeln in dunkle Abfallkörbe starren, eine Taschenlampe konnten wir uns wegen Geldmangel am Beginn unserer Tätigkeit nicht leisten, das Pfand wurde ja erst viel später erhöht. Dabei habe ich mir total meine Augen verdorben - nur hören kann ich noch gut". Jahre danach erfuhren wir, dass er von dem lauten Glockengeläute und den eigenen Schreiereien taub geworden sei. Toller Umsatz ist eben nicht alles!





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