Zu Fuß schneller als mit dem Auto und anderen Verkehrsmitteln


USA (däp) Viele Autofahrer in den USA gucken ziemlich verdutzt zweimal hin, wenn sie auf Landstraßen von Fußgängern überholt werden. Und doch erleben sie keine Fata Morgana sondern das, was sie verblüfft registrieren, ist mittlerweile in den Vereinigten Staaten durchaus Normalität geworden. Der Grund, warum der Fußgänger den Autofahrer - selbst bei einer Geschwindigkeit von 80 Meilen in der Stunde - locker überholen kann, ist ein neues Paar Stiefel. Die sind zwar gewöhnungsbedürftig, aber sie versprechen Wunder. Durch die neuartige Fußbekleidung wird der Energieaufwand des gehenden Menschen um glatte 140 Prozent gesenkt, und das will was heißen.


Die von US-Forschern entwickelten Stiefel, mit dem schönen Namen Exoskelett, verbraucht eigentlich keinerlei Energie, sondern arbeitet rein mechanisch, ähnlich einer automatischen Armbanduhr, die ja auch lediglich durch die Bewegung des Armes oder einen Uhrenbeweger in Gang gehalten wird. So ähnlich funktionieren auch die neu entwickelten Stiefel. Hier nützt allerdings die Bewegung der Arme wenig, man muss schon regelmäßig die Beine "schlackern" lassen oder eben laufen, um nötige Energie zu laden. Ein so genannter Akku kann in diesem Fall nicht leer werden, auch kein voller, weil Sie einfach keinen brauchen.



Der AAA warnt allerdings vorab eindringlich die Touristen, bloß nicht mit diesen Stiefeln die Highways zu benutzen, da die für diese energiesparende Fortbewegung noch nicht freigegeben worden sind. Auch das Mineralöl- und Erdgas Unternehmen Royal Dutch Shell - gerade dabei, für den Sommer 2015 in der Arktis Ölbohrungen zu planen - ist keineswegs besonders erfreut über die völlig energielosen, aber doch schnellen Fußgänger. Ihre Lobyisten in der Republikanischen Partei sind gerade dabei, ein generelles Überholverbot auf Nebenstraßen durchzusetzen, während die Demokraten über den AAA versuchen eine Stiefelerlaubnis auch für die Highways zu bekommen.


Zahllose Arbeitgeber haben gleichzeitig große Studien in Auftrag gegeben, deren Ziel es ist herauszufinden, wie man in Zukunft die schnell gehenden Stiefelbesitzer dazu bringen kann Lasten und auch Personen eilig und willig von A nach B zu befördern. Sämtliche uns bekannte Transportarten, die Energie verbrauchen, wird es nämlich bei dieser Konkurrenz bald nicht mehr geben. Der Fuhrpark der Zukunft braucht nur zu essen und zu trinken, ab und zu ein paar neue Stiefel und sonst gar nichts.






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