Touristen dürfen Nachts keine Leichen suchen


SYDNEY (däp) Die Genehmigung für die von einem Veranstalter erstmals angebotenen nächtlichen Grusel-Touren für Urlauber aus dem Ausland an den Tatort einiger Morde ist jetzt vom Premierminister des Bundesstaates New South Wales, Mike Baird, zurückgezogen worden. Das Unternehmen "Goulborn Ghost Tours" hatte für nächtliche Wanderungen im Belanglo State Forest geworben, wo der Mörder Ivan Milat die Leichen von drei Deutschen, zwei Briten und zwei Australiern verscharrt hatte.



Durch den hohen Zulauf an Touristen waren dem Unternehmen in kurzer Zeit Millionen zugeflossen. Daraufhin waren umgehend Konkurrenten auf dem Markt erschienen, die das Geschäftsmodell ungeniert kopierten, indem sie gezielt mehrere europäische Reisende durch gedungene Mörder töten ließen und die Leichen dann in verschiedenen Nationalparks gleichmäßig verteilten, jedoch ohne sie zu verscharren. Anschließend sollten dann geworbene Touristen bei nächtlich geführten Wanderungen die frisch Ermordeten finden. Im Gegensatz zu dem Originalveranstalter wurden hier die Mörder allerdings nicht namhaft gemacht. Wahrscheinlich war das auch der wahre Grund, warum der Premierminister Mike Baird die Genehmigung für das Geschäftsmodell schließlich generell zurückgezogen hat. In Australien ist nämlich das anonyme töten seit einigen Jahren strikt verboten.

 
                   




 




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