Beklemmung, Ohrensausen und Science-Fiction auf dem Hyperschall-Flug


Deutschland, Frankfurt/M (däp) Mehrere Journalisten, waren eingeladen, um mit dem neuen "Concorde-Airbus" einem Hyperschall-Flug  auf der Strecke Frankfurt/M. - New York City beizuwohnen. Sicherlich mit der Absicht wohlfeile Artikel geliefert zu bekommen. Allerdings war das ein Schuss in den Ofen, denn die meisten von uns hatten während des Fluges nur Ohrensausen und Hunger, gipfelnd in eine Art Beklemmung.

Manche würden so etwas Horror nennen.

Beim Betreten der Maschine in Frankfurt/M fing der Horror schon an, indem uns unmissverständlich angedeutet wurde, ja angeschnallt bis New-York sitzen zu bleiben. Kurz nach dem Start mit einem ohrenbetäubendem Lärm wollten die ersten zu Toilette, das ging aber nicht, die Gurte ließen sich nicht öffnen und das Bordpersonal erklärte uns, dass wir gleich landen würden. Mittlerweile hatten schon einige mit hochrotem Kopf Bekleidungsstücke  zwischen die Beine geklemmt und schämten sich. 

In dieser Science-Fiction Atmosphäre wurde Essen serviert.

Plötzlich waren auch wieder Stewardessen zu sehen und verteilten ungefragt warmes Essen. Das war natürlich bei dem Zustand der Passagiere kontraproduktiv, die wollten alles andere - nervös hin und her rutschend, verzweifelt weiter trockene Kleidungsstücke zwischen die Schenkel pressend - als essen. Dazu dieses ständige Ohrensausen gepaart mit Schweißperlen im Gesicht und sonstwo. Beklemmung pur.

Der Flieger landet in New-York

Interessant war übrigens auch, dass quasi zeitgleich  mit dem Servieren der Mahlzeit eine Durchsage des Piloten lanciert wurde, mit der Aussage, dass man in ca. fünf Minuten  auf dem John F. Kennedy International Airport landen würde. Sehr schnell. Den Kindern wurden die kaum gesehenen Filme gekänzelt und dann konnten alle nur noch wenige Sekunden beobachten, wie die Landebahn mehr oder weniger auf einen zustürzte. Dann war es vorbei, wir waren (glücklich) gelandet.

Fazit dieses Experiments

Nachdem alle ausgecheckte Journalisten sich in den Damen- und Herrentoiletten trocken gerieben und sich umgezogen hatten, wollte man erst einmal in Ruhe etwas Essen gehen. Dabei waren alle über den Flug einer Meinung: viel zu schnell! Den Rückflug nach Frankfurt/M. wollte man auf keinen Fall mit einem Hyperschall-Flugzeug machen, es sei denn man würde nach Frankfurt/M. über Sydney fliegen, um wenigstens zur Toilette gehen zu können. Oder man müsste sich schnell noch  Pampers besorgen.






Kommentare

  1. Ich möchte trotzdem ein DauerAbo für Australien haben.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Donald Trumps Wahlkampfmanager hat gekündigt - er hat genug gelernt.

Deutsche Angestellte nehmen auch in Ihrem Urlaub gerne Anrufe von Kollegen entgegen

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!