In Queenstown (Neuseeland) lernt der Reisefotograf einheimische Benimmregeln kennen


Neuseeland, Queenstown (däp) Als ich bei meinen Neuseelandreisen 2006 das erste Mal in dieser verschlafene Ortschaft ankam, gab es lediglich 10.442 Einwohner. Jetzt bei meiner zweiten Reise - nur 9 Jahre später - erlebe ich ein pulsierendes Leben, ganz ähnlich dem der neuseeländischen Hauptstadt Wellington, und es gab 10.443 Einheimische. Abseits der Metropole verläuft das Leben allerdings immer noch ruhig und fast bedächtig dahin. Nur ein paar Meter vom Centrum entfernt, am Lake Wakatipu, scheint das Leben regelrecht stillzustehen, zumal das herrliche Panorama einem eine besinnliche Ruhe geradezu aufdrängt.


Regeln für Neuseeland,  besonders für Auckland und die gesamte Südinsel

Damals bei meinem Kurzbesuch in Neuseeland, habe ich mich um Verhaltensregeln wenig gekümmert, auch vergessen, dass die Südinsel englisch dominiert ist, musste aber jetzt beim zweiten Besuch feststellen, dass jetzt einiges anders läuft  und ich besser daran tat, mich damit auseinanderzusetzen. In Neuseeland besonders in Auckland schüttelt man sich zum Beispiel mit viel neuseeländischen Humor bei der Begrüßung lediglich kräftig die Hand, ohne einen Laut von sich zu geben. Wer sich als erster von dem Schütteln befreit, bekommt einen überraschenderweise kräftigen Tritt gegen das Schienbein. Die Maori nehmen übrigens beide Hände.


Einladungen zum Grillen, entsprechendes Outfit und Gastgeschenke

Da der Neuseeländer, wie jeder andere Naturbursche, die meiste Zeit nackt herum läuft, nur leicht unterschiedlich zum benachbarten Australien, erübrigen sich hier Regeln und es gab auch nie welche. Lediglich die weiblichen Einwohner Neuseelands tragen eine Art Lendenschurz am Lake. Ranger und andere Leute im öffentlichen Dienst sind übrigens fast immer vollständig bekleidet, auch die einheimischen Maories. Einladungen zum Grillen werden oft und unerwartet ausgesprochen. Man erwartet dann von dem Gast ein Gastgeschenk in Form eines noch lebendigen Tieres. Das wird dann gemeinsam unter vielen Beileidsbekundungen nach dem Grillen verspeist.


Fotografieren in Queenstown und Trinkgeld im Restaurant

In Neuseeland und besonders in Queenstown lässt sich jeder gerne fotografieren, allerdings nur gegen ein kräftiges Trinkgeld. Dann ist auch Akt kein Problem. Maories leider nicht. Die wollen Sie aber fotografieren. Apropos Trinkgeld. Es empfiehlt sich, die Taschen immer gut mit größeren Münzen gefüllt zu haben, denn ich erlebe immer wieder, dass an jeder  Ecke jemand die Hand aufhält. Auch in den Restaurants, in denen Sie mitgebrachtes Essen verzehren können. Je mehr sie mitbringen, um so mehr Trinkgeld wird in Neuseeland verlangt. Das letztere ist übrigens keine Satire.

Zum Schluss noch ein Tipp zum Talk mit Neuseeländern


Schimpfen sie ruhig auf alles in Neuseeland, begehen Sie aber nicht den unverzeihlichen Fehler, auf ihre Heimat zu schimpfen, besonders nicht, wenn Sie aus Deutschland kommen und wenn Sie noch so gute Gründe hätten, sonst gibt es größeren Ärger und der Neuseeländer tritt wieder und dann bekommt man später immer wieder Tritte und dann sogar gegen beide Schienbeine. Neuseelandreisen sind für Reisefotografen eben anstrengend. 










Kommentare

  1. Da weiß man ja für die nächste Reise, wie man sich benehmen muss. Vielen Dank für die Info.

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