In Tansania mit dem Paternoster an die Spitze des Kilimandscharo



Tansania (däp) Tausende Touristen wollen jedes Jahr den Gipfel des höchsten Berges Afrikas besteigen - den majestätischen Kilimandscharo in Tansania. Dabei ist das überhaupt nicht nötig. Denn wer sich nur etwas näher mit dem Kilimandscharo beschäftigt hat, weiß sehr wohl, dass er auch den Paternoster im Kibo nehmen könnte. Sicher, die Route mit dem Eingang am Fuße des Berges liegt schon etwas versteckt, aber mit einem gesunden Orientierungssinn und einem Navi ist sie allemal zu finden.


Reinhold Messner und andere Bergsteiger finden den Paternoster wunderbar

Reinhold Messner, ein Kenner von Afrika, sagte mir einmal in einem vertraulichen Gespräch in diesem Paternoster, dass er ihn gerne mal zwischendurch - immer dann, wenn keine Presseverterter samt Reisefotografen anwesend wären - benutzen würde, dann nach 5895 m an der höchsten Spitze des Kibo ankommend, "rauszuhüpfen" (so sagte er wörtlich), um danach das herrliche Panorama von dem höchsten Gipfel aus - lediglich durch etwas Proviant im Rucksack erschwert, ansonsten mit gleichmäßigen, unangestrengten Atemzügen - zu genießen.

Politiker in Tansania mussten den Fahrstuhl im Berg sausen lassen

Der Paternoster im Kibo sollte übrigens von der tansanischen Regierung schon einmal stillgelegt und abgerissen werden, nur um einem normalen Fahrstuhl Platz zu machen. Angeblich sei der Paternoster zu gefährlich. Nachdem aber namhafte Bergsteiger  des Kilimandscharo einschließlich deren Angehörige scharfen Protest eingelegt hatten und das ganze als politischen Unsinn abqualifizierten, blieb diese besondere Art der Personenbeförderung dem Berg erhalten.


Bergsteiger in Rente kämen ohne Paternoster überhaupt nicht mehr hoch.

Die Alten  sind wegen der bequemen Personenbeförderung am Kilimandscharo nach oben besonders dankbar, zumal die flotten Sprünge rein in den Paternoster und dann wieder raus, immer noch viel Spaß machen und vereinzelt an das von Fels zu Fels springen bei der Besteigung am Kibo erinnern. Tansania also kümmert sich zumindest um seine Veteranen.










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