Im Verborgenen, mitten in der Gesellschaft finden wir wahre Helden


Siegen (däp) Es klingt unglaublich und doch ist es keine Ironie: Der 90-jährige Heinz Harald Becher, ein Entdeckertyp der alten Schule, will es noch einmal wagen, er will in Südamerika einen Viertausender erklimmen. Während der Genesungsphase nach einer schweren Herz-Operation lag er monatelang fast unbeweglich im Bett und seine Gedanken kreisten nur um seine Frau und um den Berg. Die Frau war bestiegen, jetzt sollte der Berg dran glauben. Obwohl er Zeiten kennengelernt hat, in denen er schon bei 1400 Metern Höhe keine Luft mehr bekommen hat, ist er sich sicher - je weiter nach oben, desto besser kann er schnaufen. Auf seinen vielen Reisen über die Kontinente hat er ja schon etliche Vier und Fünftausender ohne große Probleme bestiegen, nicht nur den Kilimandscharo, deswegen wäre es doch gelacht, wenn er sich nur wegen seines Alters mit dem Ende der Bergsteigerei auseinandersetzen sollte - nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.


Das Ziel wird anvisiert

Seine ebenfalls rüstige Frau beauftragt er sogleich damit alle nötigen Utensilien für die gemeinsame Reise zu packen und auch nicht die "Nottasche" mit den wichtigsten Medikamenten zu vergessen. Die Dokumente für die Reise hatte er auch schon vor längerer Zeit zurecht gelegt, nun musste nur noch die Reise gebucht werden. Gesagt, getan, alsbald saßen die beiden Alten im Flieger Richtung Südamerika. Genaue Ziele waren Peru und Bolivien. Der Flug gestaltete sich angenehm ruhig, fast gar keine Turbulenzen. Die Wettervorhersagen, die der Flugkapitän durchgab, waren prächtig und ließen bis zum Ziel einen angenehmen Flug erwarten. Seine Frau war inzwischen neben ihm eingeschlafen und auch ihn überkam eine große Müdigkeit. Einen Moment nur die Augen schließen.

Plötzlich, wie aus heiterem Himmel 

Dann ein furchtbarer Stoß, das Flugzeug wurde mit Wucht in die Höhe geschleudert, drehte sich mehrmals und krachte dann nach einer gefühlten Ewigkeit mit voller Wucht auf dem Boden auf. Dann hörte der Bergsteiger nur noch seine Frau schreien: Heinz Harald, was machst du denn, komm sofort da runter. - Der Bergsteiger war als chronischer Schlafwandler im Tiefschlaf  auf die über dem Krankenhausbett befindliche Stange geklettert - also die Stange, die den Patienten hilft sich im Bett aufzurichten und war in dem Moment als seine Frau das Krankenzimmer betrat vor Schreck in seltsam anzusehenden Verwirbelungen quasi von der Stange gefallen, erst aufs Bett, dann auf dem Boden. Verletzt war er nicht, nur ärgerlich, dass ihn als Bergsteiger die vermeintliche Absicherung mit einem imaginären Seil nicht vor dem Sturz nach unten bewahrt hatte.

Auf Wunsch seiner Frau ist er dann in ein Bett ohne Stange verlegt worden. Nun, ob das wirklich hilft??











Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Donald Trumps Wahlkampfmanager hat gekündigt - er hat genug gelernt.

Deutsche Angestellte nehmen auch in Ihrem Urlaub gerne Anrufe von Kollegen entgegen

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!