Angkor Wat ist zwar schön, aber erstaunlich unordentlich



















Kambotscha, Angkor (däp) Viele meiner Freunde und Kollegen haben mir immer wieder begeistert von ihren Reisen nach Kambotscha, hier besonders den Tempeln von Angkor Wat - einem riesigen, historischen Komplex - berichtet und mich dermaßen neugierig gemacht, dass ich eines Tages einen Flug buchte, um mir selbst einmal einen Eindruck zu verschaffen. Im riesigen Borei Angkor Resort & Spa in Siem Reap war ich als Tourist aus Deutschland gut untergebracht und bereit, die historischen Tempelanlagen in Angkor Wat, Bayon und Banteay Srei in Siem Reap bei einem Besuch zu besichtigen.


Besuchermassen versperrten mir meistens den Blick.

Das erste was mir nach meiner Ankunft in den Tempelanlagen von Angkor Wat und Bayon auffiel, waren die riesige Anzahl Touristen, die gefühlt mit je 3 - 5 Smartphones pro Person ihre Eindrücke festhielten, und das mit einem ohrenbetäubenden Lärm, der verursacht durch das permanente Klicken und Blitzen der mindestens zehntausend Auslöser einem das Gefühl gab, einen Maschinenpark mit Gewitter zu besichtigen.  Auch konnte man selbst kein vernünftiges Foto machen, da immer irgend jemand im Weg stand. Selbst bei einem Besuch in Phnum Preah sieht man wohl nicht mehr Touristen

Alles war unglaublich unordentlich.

Was aber am meisten nervte, war die überall sichtbar zu Tage tretende Unordnung. Bei jedem Tritt musste ich aufpassen,  nicht über einen der lose herumliegenden Steine - die sich anscheinend schon vor längerer Zeit aus den Mauern der alten Gebäude gelöst hatten - zu stolpern und unfreiwillig den staubigen Boden zu küssen, was wiederum bei den Einheimischen fälschlich als Ehrerbietung angesehen wurde. Auch schien das Wort "Besen" hier für die Khmer lediglich ein deutsches Wort zu sein. Nur in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambotschas, schien man mit dem Begriff etwas anfangen zu können


Ein Anstrich würde schon einiges ändern. 


Die Reisende,  aus der ganzen Welt hierherkommen, gaben bei einer repräsentativen Meinungsumfrage an, dass man sich in Kambotscha ruhig einmal an den frisch auf alt gestrichenen Städten Nördlingen und Rothenburg ob der Tauber in Bayern (Deutschland) ein Beispiel nehmen sollte. In deren historischen Gebäuden wohnt man sogar! Die Verantwortung tragenden aus dem Königreich wollen sich das jetzt  bei einer ihrer nächsten Reisen ansehen. Erstaunt waren sie nur, dass es in Bayern keine Tempelanlagen gibt. Ich erklärte ihnen aber, dass Strauss erst vor einhundert Jahren geboren worden wäre


Nur nicht wie ein Flüchtling aussehen!


Da die Khmer für einen CSU-Bayern etwas fremdartig aussehen, müssten sie sich bei ihrem Besuch allerdings ein Schild mit der Aufschrift "Kein Flüchtling" umhängen, sonst werden die Khmer, ohne was gesehen zu haben, von Seehofer und der gesamten CSU direkt wieder in ihre Ruinen zurückgeschickt. 






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