Firmengebäude in Taipeh ist Freizeitoase für Mitarbeiter geworden















Taiwan, Taipeh (däp) Morgens früh um 6 Uhr ist der Parklatz vor dem ehemaligen Firmengebäude in Taipeh noch leer. Das wird sich aber in den nächsten Stunden schlagartig ändern. Das zu einer Freizeitoase umgewandelte Areal wird dann von den Mitarbeitern und ihren Kindern für alle möglichen Freizeitaktivitäten in Beschlag genommen. So wird hier der geeignete Arbeitnehmer behutsam auf seinen Stressless Arbeitsplatz  - ohne Kollegen - im Home Office vorbereitet .

Ehemalige Büros sind nicht mehr wiederzuerkennen


Ehemalige Großraumbüros wurden geschickt in Theater, Kinos und Hallenschwimmbäder verwandelt. Selbst für Hallenfußball und Tennis ist Platz geschaffen worden. Schreiende Kleinkinder werden bestens von stoischen Eltern beiderlei Geschlechts versorgt, und geschmackvoll eingerichtete Restaurants und Cafes mit Selbstbedienung runden das perfekte Bild ab. Je mehr Kinder die anwesenden Eltern ihr eigen nennen, desto größer ist die Chance, für sie nach der Tortur Freizeit einen  Arbeitsplatz im Home Office zu ergattern

Bizarre Parkanlagen lassen die Mitarbeiter staunen



Handys, Laptops und Tablets sind übrigens auf der gesamten Freizeitoase verpönt. Mitarbeiter, die mit einem dieser Geräte gesehen werden, müssen sofort sinnlose Arbeiten verrichten und bekommen zu diesem Zweck einen Raum in dem ehemaligen Firmengebäude zugewiesen, übrigens mit dem dazugehörigen Vorgesetzten der aber nichts sagt, sondern nur streng guckt. Das wirkt anscheinend. Fälle dieser Art sind aber bisher noch nicht vorgekommen.

Mitarbeiter mit Kindern werden durch Nichtstun vorbereitet.

Wie t3n berichtet, haben wissenschaftliche Studien in Deutschland nämlich herausgefunden, dass Arbeitnehmer mit mindestens zwei Kindern durch eine 40-Stunden-Freizeitwoche, im Gegensatz zu kinderlosen Mitarbeitern, vollkommen stressresistent gegenüber einer 40-Stunden-Arbeitswoche eingestellt werden können. Aus diesem Grund haben auch nur noch Bewerbungen  von bis bis zu 40-Jährigen eine Chance, die gleichzeitig Eltern von Kindern sind, einen Arbeitsvertrag für ein Home Office zu ergattern. 

Die Ergebnisse sind eindeutig.

Durch die Freizeitparks haben Arbeitgeber endlich einen einfachen Weg gefunden stressresistente Mitarbeiter für zu vergebende Jobs zu rekrutieren. Der Leistungsunterschied zwischen Arbeitnehmern beidseitigem Geschlechts ohne Kinder und Arbeitnehmer beidseitigem Geschlechts mit Nachwuchs könnte nach dieser Untersuchung nicht größer sein. Aus diesem Grund hat Taipeh auch beschlossen, zum Wohle seiner Wirtschaft das Kindergeld zu verdreifachen um die Wirtschaft anzukurbeln.

Fazit

Auf Deutschland ist das Arbeitsmodell so leider nicht zu übertragen - die deutschen Arbeitnehmer haben nicht genug kleine Nachkommen, um stressresistent zu werden. Mittel für Kindergelderhöhungen sind ebenfalls in diesem armen Land nicht zu erwarten. Das Dilemma wird sich wohl in Zukunft erst durch die Flüchtlinge lösen lassen.



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