Selbstmörder legte sich umsonst auf die Gleise - Bahn streikte



Ostsibirien (däp) Unglaublich: Doppeltes Unglück für einen Selbstmörder. Weil die Bahn streikte, hatte sich ein Selbstmörder völlig umsonst auf die Gleise gelegt und mit einem Strick festgebunden. Anstatt von einem Zug schön überfahren zu werden, starb der Selbstmörder stattdessen  wegen eines plötzlichen und unvorhersehbaren Kälteeinbruchs an  Erfrierungen dritten Grades.


Kurz vor dem geplanten Überrollen blieb der Zug stehen.

Kaum hatte sich der Selbstmörder auf seinen Suizid gut vorbereitet und festgebunden auf die Schienen gelegt kam auch schon die Eisenbahn angerollt. Hoffnungsfroh und vollkommen gelassen sah der Mensch seinem Tod entgegen, als eine Verlangsamung des herannahenden Zuges ihn stutzig werden ließ. Plötzlich blieb  die Bahn sogar ganz stehen und der Motor der Diesellok wurde abgestellt. In diese gespenstige Stille hinein fing es an zu schneien und es wurde zunehmend kälter und damit auch ungemütlicher. 

Was der Suizidant nicht wusste: Der Bahnstreik hatte begonnen.

Der eben noch hoffnungsfrohe Mensch auf den Schienen begann nun mit seinem Schicksal zu hadern - zu oft war in seinem Leben etwas schief gelaufen - und selbst jetzt, wo er doch glaubte alles im Griff zu haben und in seiner Not ein vermeintliches Licht am Ende des Tunnels sah, schien ihn seine Pechsträhne weiter zu verfolgen. Mittlerweile war der Schneefall so heftig geworden, dass der Unglückliche bald gänzlich zugeschneit war und auch fast keine Luft mehr bekam.


Verzweifelt zerrte er an den Stricken

In seiner Not rüttelte er heftig und mit aller Kraft an den Stricken mit denen er sich auf die Gleise gebunden hatte, und nach vermeintlich stundenlangem Bemühen konnte er mit einer Hand über sich die Schneedecke durchstoßen und sich so etwas Licht und frische Luft zuführen. Völlig ermattet versuchte er dann sich ein wenig zu entspannen und atmete mit ruhigen gleichmäßigen Zügen den frischen Sauerstoff ein - dann ist er wohl vor Erschöpfung eingeschlafen.


Zwei Tage später war der Streik beendet und der Schnee fast geschmolzen

Als der Diesellokführer nach bendetem Streik die Fahrt fortsetzen wollte, sah er vor sich auf den Schienen einen Rest-Schneehaufen aus dem auf schauerliche Weise eine Hand ragte. Der Selbstmörder, der den Tod auf den Schienen suchte, war leider erfroren. Seit diese Zeit befindet sich auf gleicher Höhe, nur etwas abseits der Schienen ein von einem namhaften Ostsibirischen Künstler hergestellter Schneehaufen aus dem eine Hand ragt - im ewigen Gedenken an den Tod des unglücklichen Selbstmörders.

Der Bahnstreik selbst hatte übrigens keine großen Verbesserungen für die Eisenbahner gebracht.









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