Saudi-Arabien: Von der Luxuskarosse zurück zum Kamel




Saudi-Arabien, Riad (däp) Der Ölpreis fällt und fällt und der Wüstenstaat am Golf leidet und leidet. Selbst uralte Saudis können sich nicht mehr an so eine prekäre finanzielle Situation erinnern. Das Herrscherhaus Al Saud muss unbedingt jeden Cent sparen und die Groschen zusammenhalten, zudem muss es neue Geldquellen flüssig machen. Und hat als erste Maßnahme die bisher unbekannte Mehrwertsteuer eingeführt und außerdem bei Verweigerung derselben harte Freiheitsstrafen angedroht.


Die Mehrwertsteuer beträgt gleich mal schlappe 33 Prozent.


So will König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud auch die 28 Milliarden Euro , die er 2014 bei seinem Amtsantritt in Saudi-Arabien voreilig seinen Angestellten schenkte, schnell wieder zurück in seine Schatulle fließen lassen. Von den Lobhudeleien, die die Staatsangestellten ihrem König damals angedeien ließen, wollen die jetzt natürlich nach Einführung der Mehrwertsteuer nichts mehr wissen. Im Gegenteil. Immer mehr Saudis protestieren und rufen jetzt laut nach einer Demokratie, annehmend, in der gäbe es keine Mehrwertsteuer.


Der Verteidigungsetat in Saudi-Arabien wird umgehend halbiert. 

Der gesamte Etat betrug  bisher ca. 67 Milliarden Dollar pro Jahr. Wenn der halbiert wird, bleiben nur ca. 33,5 Milliarden Dollar übrig. Genau der mickrige Betrag, der der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen jährlich für die Bundeswehr zur Verfügung steht. Deshalb warnt die Verteidigungsministerin Riad ausdrücklich vor diesem Schritt und macht noch einmal deutlich, wie marode die Bundeswehr mit diesem kärglichen Salär geworden sei. König Salman will allerdings stur bleiben.



Die Mobilität des Volkes von Saudi-Arabien soll modifiziert werden.


Um richtig Geld zu sparen, wird es neben den genannten Maßnahmen einen sofortigen Einfuhrstopp für Luxuskarossen geben. Weder die Staatsbediensteten noch die sonstigen Bürger in Saudi-Arabien haben ab sofort einen Anspruch  auf ein Automobil, dafür bekommt jeder Staatsbürger - auch der Kleinste - ein eigenes Kamel. Auch wenn das Öl im Moment günstig zu haben wäre, würde ein Auto durch Versicherung, Steuer und Inspektion im Jahr mehr Unterhalt  kosten als ein Kamel, sprach der König und düste auf einem solchen davon.







Beliebte Posts aus diesem Blog

Donald Trumps Wahlkampfmanager hat gekündigt - er hat genug gelernt.

Deutsche Angestellte nehmen auch in Ihrem Urlaub gerne Anrufe von Kollegen entgegen

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!