Republikaner Jeb Bush ist aus dem Präsidenten-Spiel, weil er seinen Namen nicht ändern wollte


Illustration von Dan Adel


USA (däp) Ein dritter Bush als republikanischer Präsident - das wäre selbst für die aufgeschlossenen US-Bürger zu viel gewesen. Aus diesem Grund hatten die amerikanischen Wahlkampfberater ihrem Schützling geraten, frühzeitig den Namen zu ändern, da er nur dann minimale Chancen hätte, die Vorwahlen unter den republikanischen Bewerbern zu gewinnen. Jeb Bush verfolgte jedoch stur seine eigenen Pläne und wollte sich seine mühsam erkämpfte Authentizität nicht mehr nehmen lassen. Wie wir inzwischen wissen bekam er die Quittung für sein hemmungsloses Festhalten augenblicklich - er ist draußen!


Den Vornamen Jeb hätte er bei der Namensänderung behalten können.

Lediglich den Nachnamen hätte er er ändern müssen. Hier hatten die Wahlkampfberater klugerweise an den Nachnamen des immer noch höchst populären republikanischen Übervaters Abraham Lincoln gedacht. Jeb Lincoln, damit hätte man siegen können. Während sich Jeb Bush sogleich übungsweise von den Mitgliedern seines inneren Zirkels mit Mr. Lincoln anreden ließ und dies ihm auch zu gefallen schien, bekam er zufällig das Buch von dem Autor Larry Kramer zu Gesicht. Darin waren etliche wohlbekannte Staatsmänner als schwul entlarvt worden - unter anderem auch der republikanische Übervater Abraham Lincoln.

Jeb Bush oder jetzt Jeb Lincoln, er wollte keinesfalls als schwul gelten.

Obwohl er unter den republikanischen Kandidaten als der Gemäßigste gilt, konnte er es anscheinend nicht mit seinem Ego vereinbaren in der heutigen mannhaften Zeit in den USA als gestandener Republikaner und evtl. bekennender Homosexueller Wahlkampf zu führen. Auch wollte er das seiner Frau nach den vielen Ehejahren - neben dem ganzen anderen - nicht auch noch zumuten. Vor allen Dingen wollte er sie nicht als Witwe zurücklassen. Denn bekanntlich ist Abraham Lincoln auch noch einem Attentat zum Opfer gefallen.

Schwul und tot, das war ihm der Sieg bei der Vorwahl nicht wert.

Aber er wird immer als doppelter Gouverneur des Bundesstaates Florida in Erinnerung bleiben und wer weiß, vielleicht wird ja sein Sohn George P. Bush ein George P. Lincoln - es sei denn das Buch von Larry Kramer fällt ihm zufällig in die Hände. 




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