Am heutigen Mittwoch gibt es eigentlich nur zwei Meldungen zur Weltlage


Deutschland, Siegen (däp) Die eine Meldung besagt, dass Premierminister Cameron heute abtritt. Diese Meldung ist durchaus zu vernachlässigen. Die zweite Mitteilung hat es da schon eher in sich: "Äußerst Vollschlanke werden endlich dauerhaft schlank!" - Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Endlich haben Forscher in langwierigen Untersuchungen das Gen gegen äußerste Fettleibigkeit gefunden. Fettreiche Nahrung und wenig Bewegung fördern bekanntermaßen nicht unbedingt den Weg zur Traumfigur. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass jeder "äußerst Vollschlanke" selbst daran Schuld ist, wenn er ein paar Kilo zuviel mit sich rumschleppt.



Forscher haben nun das wichtigste Gen, das für Fettleibigkeit verantwortlich ist, geortet: das Gen GTC4. Mäuse ohne dieses Gen hatten nur halb soviel Gewicht wie die mit dem Gen. Diese Studie wurde jetzt im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht. Mit diesem Wissen können  endlich neue Medikamente auf dem Markt kommen, die die um sich greifende Fettleibigkeit  wirksam bekämpfen. Alles deutet nach den Aussagen des wissenschaftlichen Leiters Clemens Fischbach von der US-Universität  in Chicago darauf hin, dass das Gen "GTC4 die Körpermasse kontrolliert und den Körperaufbau reguliert".


Als Hauptschuldiger für Adipositas (Fettleibigkeit) war in früheren Studien ein Gen namens Roa genannt worden. Die Wissenschaftler mussten nun einsehen, dass die Mutationen beim Gen GTC4 eine Reaktion hervorriefen, anstatt beim Gen Roa. Umfangreiche Experimente nahmen die Wissenschaftler an Mäusen, Zebrafischen und menschlichen Hirnzellen vor. Nobrega fand heraus, dass die drei genannten ohne das GTC4-Gen 50 Prozent weniger wogen, obwohl sie die gleichen Essgewohnheiten hatten und sich genau so bewegten. Die behandelten Mäuse und Zebrafische wurden ohne das Gen GTC4 zwar dünner, doch ein nicht so schöner Nebeneffekt bewirkte auch, dass die Hirnzellen dünner wurden, anders ausgedrückt, es war nur noch wenig Hirn vorhanden.


Erste Umfragen bei äußerst Vollschlanken habe allerdings ergeben, dass dieser Nebeneffekt gerne in Kauf genommen würde, da der schlanke Mensch locker fehlendes Hirn durch Aussehen wettmachen könne. Gerade die Medien würden das in vollendeter Form immer wieder beweisen können. Adipositas und damit verbundene Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes würden außerdem in den Industrieländern als Geißel betrachtet. Auf der anderen Seite gäbe es nicht eine Untersuchung die beweisen könne, dass Menschen mit wenig Hirn generell anfälliger für Krankheiten seien. Eher sei das Gegenteil festzustellen. Fazit: Wir halten fest, dass das Fehlen des Gens GTC4 den Menschen dünner (schöner?) macht, andererseits aber auch hirnloser. 


Der Forscher Clemens Fischbach von der US-Universität  in Chicago erweist der Menschheit somit einen Bärendienst. Was wirklich Neues bringt uns die vorliegende Untersuchung eigentlich nicht. Die äußerst Vollschlanken sollten einfach weiterhin normale Schlankheitspillen zu sich nehmen, dann können sie auch das Gen GTC4 behalten. Keiner weiß nämlich, was sonst noch alles passiert, siehe Premierminister Cameron (jetzt Theresa May) und deren England.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Donald Trumps Wahlkampfmanager hat gekündigt - er hat genug gelernt.

Deutsche Angestellte nehmen auch in Ihrem Urlaub gerne Anrufe von Kollegen entgegen

Philipp Lahm nimmt Angebot von Watzke an!