Fernsehköche sind die wahren Verursacher der depressiven Fast-Food-Esser


© Udo Grimberg

Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kam zu dem Ergebnis, dass die  Fast-Food-Esser am stärksten unter stimmungssenkenden Depressionen leiden. Bei einer anschließenden Umfrage bei den depressiven Fast-Food-Essern stellte sich heraus, dass die Fernsehköche - unter anderem Johann Lafer und Horst Lichter - tatsächlich die wahren Verursacher dieser Depressionen sind. Aber der Reihe nach.

Das Hungergefühl der weniger begüterten durchschnittlichen Fernsehzuschauer wird regelmäßig während dieser Sendungen mit opulenten Köstlichkeiten auf das schamloseste geweckt und durch die vor sich hin bruzzelnden Provokateure am Bildschirm auf höchstem Niveau gehalten. Schadenfroh halten die Fersehköche irgendwelche Pfannen bewusst dicht vor die Kamera und fordern den Zuschauer mit süffisantem Lächeln auf, sich doch das Gleiche zu braten. Nur der Zuschauer hat die ganzen Zutaten nicht zur Hand, reagiert zunächst aggressiv und wird dann im Laufe der Sendung depressiv.

Das Hungergefühl ist mittlerweile übermächtig und der depressive Fernsehzuschauer kann nur noch daumenlutschend und mit stierem Blick auf den - wie er inzwischen meint - duftenden Bildschirm blicken. Total unterzuckert greift er zur Fernbedienung und bereitet in höchster Not der Folter ein Ende. Vor Anstrengung zitternd ergreift er prüfend sein Portemonnaie und marschiert zielstrebig, nein, nicht dem nächsten Restaurant entgegen (die Zeit ab der Bestellung und bis das Essen dann serviert wird, würde er wahrscheinlich nicht überleben) sondern direkt zum Fast-Food-Laden um mit letzter Kraft so etwas wie "Burger" zu stammeln.

Seinen "Burger"mampfend und mit einem Zuckergetränk runterspülend ist er jetzt zwar satt aber gesättigt im Sinn von den Fernsehköchen Herrn Lafer und Herrn Lichter bestimmt nicht. Da unser Protagonist die Bilder der ganzen Leckereien einfach nicht aus dem Kopf bekommt, nimmt er sich fest vor keine Kochsendungen mehr ansehen zu wollen. Aktionsfilme ja, die will er nur noch sehen, da wird selten gekocht - da werden Gott sei dank nur einige abgekocht und Gegner zubereitet. Inzwischen wieder zu Hause angekommen nimmt er sich - vom Burger satt und nur noch leicht depressiv - einen kleinen, allerfeinsten Erdbeer-Himbeer-Sahne-Sorbet verziert mit einem andalusischem Karamelbonbon aus dem Kühlschrank und verfeinert glücklich das Ganze mit einem Schuss Champagner.





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