Tantra ist in Indien harte Arbeit, in Deutschland aber Vergnügen


Ganz Indien ist über das Urteil am Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg empört: Eine Tantra-Masseurin wurde dort verurteilt Sexsteuer zu zahlen. Was in Indien lediglich spirituelle Erleuchtung hervorruft, wird also in Deutschland als profaner Sex angesehen. Auch hier beheimatete konservative Politiker schütteln verwundert den Kopf.


Tantra-Massagen sind in Deutschland angeblich sexuelles Vergnügen und somit ist dafür Vergnügungssteuer zu zahlen, da nach Auffassung der Richter die Klägerin gezielt "die Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen" biete. Damit wurde ihre Revision abgewiesen. Weiter machten die Richter noch einmal deutlich, dass spirituelle Erleuchtung nun einmal nicht ohne Erregungszustände zu haben sei. Diese Erregungszustände würden selbstverständlich in unserem Kulturkreis als Sexualität auf höchstem Niveau angesehen werden.



In der Urteilsbegründung erwähnten dann die Richter noch den medizinischen Masseur, der Kranke durch Handauflegen und fachliche Streicheleinheiten durchaus heilen würde und auch nicht verschwiegen werden könne, dass durch gesund streicheln des ehemals Kranken, bei diesem ebenfalls ein latentes Vergnügen entstehen würde. Allerdings käme es hier ganz besonders auf den Druck und die Richtung der Streicheleinheiten an, und der wäre im letzten Fall  - trotz Vergnügens - rein medizinisch zu betrachten und damit in der deutschen Rechtsprechung ohne eigentliches Vergnügen anzusehen, zumal, und hier senkte der Richter seine Stimme, in der Regel keinerlei Intimbereiche beim Handauflegen mit einbezogen würden.

Vor dem Gerichtsgebäude machte die Tantra-Masseurin vor den wartenden deutschen und indischen Pressevertretern noch einmal ihrem Unmut Luft: "Die Ganzkörpermassagen läuft nach striktem indischen Tantra-Ritual ab. Es geht alleine um das ganzheitliche Wohlbefinden des Menschen und nicht um das sexuelle Vergnügen. Natürlich müssen die Masseurin und der Kunde nackt sein und der Intimbereich in die Ganzkörperbehandlung mit eingeschlossen werden, alles andere wäre reine Krankenmassage". Bevor die Journalisten in die Redaktionsräume enteilten, erbaten sich die Mehrzahl der männlichen deutschen und indischen Pressevertreter noch schnell eine Visitenkarte von der Tantra-Masseurin.

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