Dortmund: Fußgängerampeln mit Ampelfrauen, mit Ampelmänner und einem Stück Seil


In dem endlos anmuteten Streit um die Frage, ob Ampelfrauen oder Ampelmänner die bessere Wahl seien, haben jetzt die Dortmunder Stadtpolitiker ein salomonisches Urteil gefällt: Es wird beide Varianten geben. Allerdings auch jeweils zwei nebeneinander liegende Fußgängerüberwege - ein Linker und ein Rechter, einer, der mit der Ampelfrau, für die männliche Bevölkerung und der mit dem Ampelmann für die weibliche Bevölkerung.


Außerdem ist ein erneuter Streit zwischen SPD und CDU entbrannt, da man sich bisher nicht entscheiden konnte, ob die Fußgängerüberwege mit den Ampelfrauen links, und die mit den Ampelmännern rechts - oder umgekehrt - angeordnet werden sollen. Da die beiden Parteien in den letzten Jahren Standpunktmäßig jeweils in das Lager der anderen Partei eingedrungen sind, ist auch die Zuordnung - ob rechts oder links - heute nicht mehr so ohne weiteres zu bestimmen. Hier sind also noch eine ganze Menge Fragen offen. 

Darüberhinaus haben sich plötzlich auch noch maßgebliche Vertreter mit bestimmter - von dem Frau und Mann-Schema abgewandter - sexueller Zuordnung zu Wort gemeldet. Die beklagen lautstark, dass es für sie sehr schwer - wenn nicht gar unmöglich - werden würde, die für sie richtige Ampel auszuwählen und dementsprechend den adäquaten Übergang zu benutzen. Da diese neuen Fragen erst einmal  in Dortmund auf der politischen Tagesordnung stehen und hinreichend beantwortet werden müssen, wird sich der Beginn der Bauarbeiten für zwei nebeneinander liegende Fußgängerüberwege mindestens um einige Jahre verschieben. Sowieso wäre es besser gewesen, wenn man lediglich farbige Zebrastreifen ohne Figuren genommen hätte - quasi als Unisex-Motiv.

Birgit Jöder, die Bürgermeisterin der Stadt Dortmund befürchtet allerdings darüber hinaus, dass bedingt durch die Vielfalt der verschiedenen sexuellen Orientierungen und der damit verbundenen erforderlichen Zebrastreifendichte ein geordnetes gefahrloses Überqueren der Straßen bald nicht mehr zu gewährleisten sei und sie setzt sich deswegen dafür ein, bei den Fußgängerüberführungen im gesamten Stadtgebiet statt der Zebrastreifen kleine Seilbahnen einzusetzen. Deren Kennzeichnung soll lediglich aus einem Stück Seil bestehen - dunkelgrün auf hellgrünem Grund und immer  leuchtend. Nachdem nun die Bundesligasaison gestartet ist und der BVB das erste Duell gegen die Bayern erneut gewinnen wird, soll direkt nach dem Spiel das Dortmunder Projekt in Angriff genommen werden - auf jeden Fall noch vor den Münchnern!



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