Paare mit getrenntem Wohnraum sind glücklicher




Den Ergebnissen einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung nach, ist das in verschiedenen Wohnungen lebende Paar durchaus glücklicher. Die Distanz schadet der Liebe keinesfalls. Zehn Jahre lang wurden Paare beobachtet, und mehr als die Hälfte hatte Bestand. Lediglich 15 Prozent der Partnerschaften scheiterten, und etwa ein Drittel der Paare zog in eine gemeinsame Wohnung. Rund 12.400 Personen waren an den Analysen des Bundesinstituts beteiligt.


Berichte der Forscher ergaben, dass immer mehr Paare in Deutschland in getrennten Wohnungen leben. Inzwischen seien es mehr als 10 Prozent aller Paare. Diese so genannte bilokale Partnerschaft besteht dann, wenn sie mindestens ein Jahr dauert, sich die Partner in sexueller Hinsicht als Paar verstehen, und die Zwei auch von anderen als Paar wahrgenommen werden. Bei jungen Paaren ist der Trend zu zwei Wohnungen dreimal häufiger anzutreffen als bei älteren Paaren. Das hängt allerdings nur mit der Versorgungsmentalität der Älteren zusammen.

Selten wird auch als Grund für die bilokale Partnerschaft die berufliche Situation genannt. Häufiger entscheiden sich die Paare bewusst für zwei getrennte Haushalte, da bei ihnen der Wunsch nach mehr persönlicher Freiheit besteht. In diesem Kontext fordert "Der Weltfotograf"  ja schon seit Jahrzehnten getrennte Schlafzimmer für Paare ein. Vielfach wurde das missverstanden, da häufig die Annahme vorherrschte jeweils ein eigenes Schlafzimmer auf einem Flur sei ausreichend. Mitnichten. Bei nur einem Flur sollten die persönlichen Zimmer auf jeden Fall jeweils am anderen Ende des Flures angeordnet sein. Außerdem ist eine Gegensprechanlage Pflicht.

Nur so bleibt das ängstliche Bibbern, ob der jeweils andere einen wohl einlässt, voll erhalten. Genauso gut gehört die charakterliche Stärke dazu, eine barsche Abfuhr von dem jeweils anderen über den Lautsprecher der Anlage kommentarlos hinnehmen zu können. Die Liebe der Paare wird auf jeden Fall bei solchen Ritualen lange Bestand haben, da auch dem nimmermüden Spieltrieb eine gewisse Referenz erwiesen wird. Noch einen gut gemeinten Rat zum Schluss: benutzen Sie bei der Gegensprechanlage als Klang einen sehr melodiösen Gong - niemals eine schrille Glocke. Sie wissen ja - der Ton macht die Musik.





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