Zwei Räder sind die Hauptursache von Motorradunfällen


Eine großangelegte Feldstudie der Unfallforscher der Versicherer (UdV) hat es an den Tag gebracht: Die Hauptursache von Motorradunfällen ist die Reduzierung  auf lediglich zwei Räder. Weltweit hat man die Gewichtsersparnis bei keinem anderen Fahrzeug so radikal umgesetzt, wie bei einem Motorrad. Die Quintessenz dieser verheerenden Maßnahme ist  in allen kapitalistischen Ländern zu beobachten.


Natürlich kann man das Argument einfließen lassen, dass durch den Materialverzicht die Herstellungskosten drastisch gesenkt wurden und somit endlich auch der einfache Arbeiter in den Genuss eines mit Motorkraft angetriebenes Fahrzeugs kommen konnte. Ebenfalls wurde damit eine Art persönlicher Freiheit verwirklicht. Leider sprechen die Unfallzahlen eine andere Sprache. Ein bekannter Hersteller aus München hat versuchsweise mehrere Motorräder mit einer Art Sicherheitskäfig um den Fahrer herum angebracht, um zumindest die Verletzungsgefahr zu minimieren. Nach wenigen Kilometer wurden diese Versuche eingestellt, da die Fahrer sich durch die Gitter ihrer Freiheit beraubt sahen.


Eine automatische Drosselung der Geschwindigkeit auf 20 km/h führte lediglich dazu, dass die Kradfahrer während der Fahrt einschliefen und dann im Straßengraben landeten. Hierbei soll allerdings ein positiver Aspekt nicht verschwiegen werden: Die Verletzungen waren weit weniger schlimm. Auch die Materialschäden hielten sich durchaus im Grenzbereich. Nur hier und da wurden kaputte Rückspiegel und minimale Verbeulungen an den leichten Blechteilen festgestellt. Auch konnten die Verunfallten nach dem unsanften Aufwecken direkt wieder am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Dennoch entfachte diese Art der Fortbewegung unter den Betroffenen kaum Begeisterung.


Ein neunzigjähriger enthusiastischer Motorradfahrer entsann sich schließlich dunkel, dass er 1948 mit Motorrad und dazugehörigem Beiwagen die ersten Kilometer in wiedergewonnener Freiheit absolvierte. Auch sagte man ihm, dass er noch 1991 bei einer Reise nach Kuba die - dort überall am Verkehr teilnehmenden - Gespanne bewundert und anschließend fotografiert habe. Daran konnte sich der alte Mann leider nicht mehr erinnern. Erinnern konnte er sich allerdings noch an seinen Enkel, der bei BMW als Ingenieur Motorräder entwickelt. Bei dessen nächsten Besuch wolle er das unbedingt thematisieren.


Vielleicht fährt man bald wieder Motorrad mit Beiwagen wie 1948 in Deutschland und später auf Kuba. Dann also wieder mit drei Rädern, (mit Ersatzrad sogar mit vier und die Hauptursache von Motorradunfällen gehört endlich der Vergangenheit an




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