Flüchtlinge sieht man immer seltener, Nomaden sind jetzt auf dem Vormarsch


Immer häufiger arbeiten sogenannte "Digitale Nomaden" an einsamen Stränden in der Karibik, in Bars und Cafés der Megacitys oder am Pool in Tunesien. Diese neue Spezies der Wanderarbeiter ist dabei, ein neues Arbeitsmodell für sich zu etablieren - eine Verbindung zwischen Arbeit und Reise im Zusammenspiel mit Romantik und Abenteuer. 


Funktioniert so etwas überhaupt? Scheinbar ja! Die Zahl derjenigen Menschen, die dem konservativen Modell der typischen Arbeits-Tretmühle lebewohl sagen, wächst beständig. Haben sie sich als Aussteiger bisher dem alternative Lebensstil zugewandt, auch sich mit Esotorik und richtiger Philosophie laienhaft beschäftigt, um dann nach einiger Zeit, bewaffnet mit  vermeintlichem Wissen, dieses mit verquasten Wortmeldungen vollkommen unverständlich, wenn nicht gar  verblödet, in sämtlichen Talkshows wiederzugeben, kommt nun etwas völlig Neues.

Digitale Nomaden sind anders, ganz anders - sie wollen einfach in Ruhe gelassen werden und vollkommen alleine arbeiten. Luftmatratze und aufblasbarer Schreibtisch mit digitalem Equipment reichen da vollkommen. Lässt sich der Schreibtisch nicht aufblasen, geht es zur Not auch ohne. Wichtig ist nur der wechselnde Arbeitsplatz und der damit einhergehende ständige Wohnortwechsel. Eigentlich ist diese Arbeitsmodell ein ganz altes. Schon immer zogen die Zigeuner - die heutigen Sinti und Roma - durch die Welt und arbeiteten an unterschiedlichen Plätzen, allerdings meistens als Selbstständige.


Heute verlangt es aber auch mit vollem Recht den Arbeitnehmer danach. - Die Gewerkschaften, ja selbst die Arbeitgeber, unterstützen dieses Ansinnen wohlwollend. Digitale Nomaden mit der Aussicht auf Arbeitsplätze an den schönsten Orten der Welt, haben natürlich eine hohe Arbeitsmoral. Die Zahl der Krankmeldungen ist stark rückläufig, da Arbeit, Reisen und Leben - einschließlich Gesundheit und Krankheit im besten Fall zu einer Einheit verschmelzen würden.


Fakt ist allerdings, dass frühere Nomaden (Zigeuner, heute Sinti und Roma) ihre schönen wechselnden Arbeitsplätze wiederholt durch Ausgrenzung der konservativen Arbeitzplatzbesitzer verloren haben. Hier gilt es für die Digital-Nomaden: Aufpassen! Sonst wird man an den Stränden der Karibik, an  den Bars der Metropolen oder  am Pool in Tunesien schnell zum verjagten Zigeuner. 


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