Gestrandete Luxus-Kreuzfahrschiff Blueberry wurde zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut


An Neuseelands Küsten herrscht ein rauhes Klima. Stürme und hochhaushoher Wellengang sind hier an der Tagesordnung. Das mussten auch im Jahre 2015 die Gäste das Kreuzfahrtschiffes Bueberry leidvoll erfahren. Durch eine dieser Monsterwellen wurde damals bekanntermaßen damals die Blueberry an die Felsenküste geschwemmt und blieb nach dem Rückzug der Welle fast unbeschädigt oben  auf dem Felsen liegen. Interessanterweise ist damals keiner der Gäste zu Schaden gekommen, wohl auch deswegen, weil zunächst alle annahmen, dass das zum Programm gehöre.

Nach vielen vergeblichen Bemühungen der Reederei den Kreuzer wieder flott zu machen, sah man schließlich nur eine Lösung als halbwegs annehmbar an, man musste das Schiff zerlegen, die Einzelteile Richtung Meer transportieren und dort dann wieder zusammenbauen. Allerdings kamen Fachleute bei der Berechnung der ganzen Aktion auf Unsummen.  Für das gleiche Geld hätte man auch auf der eigenen Werft ein neues Schiff in Aufrag geben können. Der Plan wurde also verworfen.

Nun hat die neuseeländische Regierung, genau wie viele andere auch, Probleme ihren Anteil an Flüchtlingen standesgerecht unterzubringen. Was lag also näher als das Kreuzfahrtschiff umzubauen, indem man aus einer Kabine zwei machte, und so dort in den neu entstandenen Kajüten jeweils eine Flüchtlingsfamilie unterbrachte. Die hätten natürlich nie daran gedacht jemals auf einem Luxus- Kreuzfahrtschiff unterzukommen.

Die Kosten wurden zwischen der neuseeländischen Regierung und der Werft geteilt. Gut, Neuseeland hat etwas mehr gezahlt, aber verglichen mit dem weltweiten Werbeeffekt, was den Umgang mit Flüchtlingen betrifft, eine hervorragende Entscheidung!😕




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